Deutsche Märkte geschlossen

Deutsche kaufen im Juli wieder mehr Neuwagen

Die deutschen Autohersteller haben Grund zur Freude. Das Geschäft mit den Neuwagen läuft dank gewerblicher Kunden so gut wie zuletzt vor neun Jahren.

Im Juli kamen 333.000 neue Autos auf die deutschen Straßen. Foto: dpa

Auf die deutschen Straßen sind im Juli knapp 333.000 neue Autos gekommen. Das waren 4,7 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Kraftfahrt-Bundesamt am Freitag mitteilte. Damit bleiben die Neuzulassungen auf hohem Niveau: In den ersten sieben Monaten lag das Plus bei 1,2 Prozent auf 2,18 Millionen Fahrzeuge. Der Verband der Automobilindustrie sprach vom höchsten Volumen seit 2010.

Allerdings hielten sich private Käufer zurück: 63,7 Prozent der Neuwagen wurden gewerblich zugelassen, das sind fast sechs Prozent mehr. Die privaten Zulassungen stiegen dagegen nur um 2,6 Prozent. Nach Angaben des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) ist der Privatmarkt im gesamten Jahresverlauf zwar leicht rückläufig, erreicht aber dennoch sein zweithöchstes Niveau seit 2009.

„Der deutsche Pkw-Markt bleibt robust und stemmt sich damit gegen den Trend der meisten wichtigen Märkte, die ins Minus gedreht haben“, teilte der VDIK mit. Er verwies auch darauf, dass sich seit Dezember wieder stetig mehr Käufer für Dieselfahrzeuge entschieden haben.

Im Juli hatte nach amtlichen Angaben jeder dritte neu zugelassene Wagen einen Dieselmotor, 58 Prozent fahren mit Benzin. Bei 6,5 Prozent steckt ein Hybridantrieb unter der Haube, der Verbrennungs- und Elektromotor kombiniert. Reine Elektroautos hatten im Juli einen Anteil von 1,8 Prozent. Insgesamt wurden 5963 E-Autos angemeldet, gut 136 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Trotz des Klimawandels und Diskussionen über den CO2-Ausstoß von SUV sind diese weiter stark gefragt (plus 15,6 Prozent) und erreichten zusammen mit den Wagen der Kompaktklasse mit jeweils 20 Prozent die höchsten Anteile bei den Neuzulassungen. Die stärksten Zuwächse verzeichneten die Marken BMW, Ford, Opel, Mercedes und Mini, während vor allem Porsche, Smart und Audi Einbußen verzeichneten.