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Darum werden 2019 weniger deutsche Autos hergestellt

Ena Clarke
Freie Autorin

Schlechte Nachrichten für die deutsche Autoindustrie: Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet damit, das die Produktion in deutschen Werken in diesem Jahr um rund fünf Prozent sinken wird. Die Auslandsproduktion soll dagegen steigen.

Die deutsche Autoproduktion wird 2019 im Inland zurückgehen. (Foto: Getty Images)

Der VDA teilte am Samstag mit, dass 2019 “nur” noch 4,8 Millionen Fahrzeuge in Deutschland produziert würden. Das wären fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Die Produktion im Ausland werde voraussichtlich um drei Prozent auf 11,6 Millionen Fahrzeuge zunehmen.

Warum stellen deutsche Auto-Produzenten weniger Autos hierzulande, aber mehr außerhalb der Landesgrenzen her? Das liegt anscheinend an der abflauenden Konjunktur, dem Auf- und Ausbau von Werken in Übersee und China sowie der unsicheren Situation, was die weltweiten Zoll- und Handels-Begebenheiten betrifft. In den USA rechnet der Verband mit einer leicht sinkenden Nachfrage.

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Beschäftigung soll stabil bleiben

Die (erst einmal) gute Nachricht für die deutschen Arbeitnehmer in der Autobranche lautet: Die Beschäftigung dürfte stabil bleiben. Das teilte Verbandspräsident Bernhard Mattes mit. Er erklärte, dass sie bei rund 834.000 Mitarbeitern bleiben soll, was weiter der höchste Beschäftigungsstand seit der Wiedervereinigung sei.

Um dieses Niveau zu halten, müssen die Anstrengungen im Bereich der Elektro- und Hybrid-Autos weiter verstärkt werden. Mattes spricht von 40 Milliarden Euro, die in den kommenden drei Jahren in die Elektromobilität investiert werden sollen. Dazu kommen seinen Angaben nach zusätzliche 18 Milliarden Euro für die Digitalisierung, sowie das vernetzte und automatisierte Fahren.

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