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Deutsche Inflation steigt unerwartet und setzt EZB unter Druck

(Bloomberg) -- Die Inflation hat sich in Deutschland im Oktober unerwartet beschleunigt und damit den Druck auf die Europäische Zentralbank erhöht, die Zinssätze zu erhöhen, selbst wenn eine Rezession droht.

Die Verbraucherpreise stiegen um 11,6% gegenüber dem Vorjahr und übertrafen damit bei weitem alle Schätzungen in einer Bloomberg-Umfrage, deren Median bei 10,9% lag. Vergleichbare Inflationsraten wurden zuletzt Anfang der 1950er Jahre in Westdeutschland verzeichnet.

Die Inflation in Italien stieg derweil auf 12,8% und lag damit ebenfalls weit über allen Schätzungen. Auch Frankreich übertraf mit einem Anstieg von 7,1% die Erwartungen. Spanien war das einzige große Land des Euroraums, in dem der Preisdruck nachließ. Die Daten das gesamte Währungsgebiet sind am Montag fällig.

Die Zahlen dürften den Eifer der EZB nähren, die Inflation zu bekämpfen, die fünfmal so hoch ist wie ihr 2%-Ziel. Am Donnerstag verdoppelten die Währungshüter in Frankfurt ihren Leitzins auf 1,5% und damit auf den höchsten Stand seit mehr als zehn Jahren. Am Freitag sprachen sich mehrere Ratsmitglieder für ein energischeres Vorgehen aus, wenn sich das Gremium im Dezember zum letzten Mal in diesem Jahr trifft, um die Zinsen festzulegen.

Die EZB könnte ermutigt werden durch die Tatsache, dass Deutschland im dritten Quartal - ebenfalls völlig unerwartet - einer Rezession entgehen konnte. Freilich scheint ein Abschwung aufgrund der Inflation und der Energiekrise in diesem Winter nach wie vor fast unvermeidlich.

Überschrift des Artikels im Original:German Inflation Unexpectedly Soars, Heaping Pressure on ECB

--Mit Hilfe von Kristian Siedenburg und Harumi Ichikura.

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