Suchen Sie eine neue Position?

Deutsche Industrie ist im Aufwärtstrend

Frankfurt/Main (dapd). Die deutsche Industrie hat nach der Flaute der vergangenen Monate offenbar die Wende zum Besseren geschafft. Der von den Märkten viel beachtete Einkaufsmanagerindex stieg im Januar auf Monatssicht deutlich um 3,8 Punkte und damit so kräftig wie seit Sommer 2009 nicht mehr, teilte der Datendienstleister Markit am Freitag in Frankfurt am Main mit. Mit 49,8 Punkten lag der Index dabei zum Jahresauftakt nur noch knapp unter der Marke von 50 Zählern, die ein Wachstum signalisiert. Für die Erhebung des Indexes befragt Markit monatlich rund 500 Firmen.

"Die deutsche Industrie hat zu Jahresbeginn eine deutliche Trendwende erlebt", sagte Markit-Ökonom Tim Moore. Die gestiegene Produktionsleistung sei wohl das bisher stärkste Anzeichen dafür, dass die deutsche Wirtschaft nach dem schwachen vierten Quartal 2012 wieder auf Wachstumskurs liege.

Nur der verstärkte Stellenabbau im Januar hätte einen noch höheren Anstieg des Indexes verhindert und ihn wie in den vergangenen zehn Monaten unter der 50-Punkte-Marke gehalten, erklärte Moore. Doch gebe es Hoffnung, dass die Firmen wieder mehr Mitarbeiter einstellten. "Angesichts der sich stabilisierenden Ordereingänge und Auftragsbestände ist davon auszugehen, dass sich auch der Beschäftigungstrend bald bessern wird", sagte er.

Einen Lichtblick gab es auch für die Industrie der Eurozone, deren Talfahrt sich Markit zufolge im Januar verlangsamt hat. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex stieg im Januar um 1,8 Punkte auf 47,9 Zähler. Jedoch zeigten sich eklatante Wachstumsunterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Während etwa die deutsche Industrieproduktion zulegte, ging sie in Frankreich verstärkt zurück, erklärte das Institut.

dapd