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Auch deutsche Hersteller in den Pferdefleisch-Skandal verwickelt

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Potsdam/Berlin (dapd-lbg). Auch deutsche Hersteller sind in den europaweiten Pferdefleisch-Skandal verwickelt. Der Produzent eines beanstandeten Gulaschs des Discounters Aldi Süd kommt aus dem brandenburgischen Ostprignitz-Ruppin, wie das Verbraucherschutzministerium des Landes am Freitagabend mitteilte. Um die Lebensmittel in dem Betrieb zu überprüfen, seien bereits Proben genommen worden.

"Offenbar haben wir im aktuellen Skandal gerade erst die Spitze des Eisberges erreicht. Hier erfolgt Verbrauchertäuschung im großen Stil und mit hoher krimineller Energie. Diese muss auch entsprechend hart bestraft werden", forderte die brandenburgische Verbraucherschutzministerin Anita Tack (Linke).

Nach den Informationen des Herstellers ist das Produkt über mehrere Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels vertrieben worden. Die betroffene Ware wurde nach Aussage des Ministeriums schon aus dem Sortiment genommen.

Immer mehr positive Tests auf Pferdefleisch

Aldi Süd hatte als Rindfleisch gekennzeichnetes Pferdefleisch in insgesamt zwei Fertiggerichten nachgewiesen und aus dem Verkauf genommen. Betroffen sind neben dem Rindergulasch auch Bolognese-Ravioli.

Zusätzlich war bekannt geworden, dass auch in Produkten der Handelsketten Real, Edeka und Kaiser (Other OTC: KGHI - Nachrichten) 's Tengelmann nicht deklariertes Pferdefleisch verarbeitet worden war. EU-weite Schnell-Gentests an verarbeiteten Rindfleischprodukten sollen ab sofort Klarheit über das Ausmaß des Skandals schaffen.

Nach Aussage des nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) stecken in den in Deutschland entdeckten Schummelprodukten bis zur Hälfte Pferdefleisch.

dapd

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