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Deutsche greifen in Corona-Krise noch mehr zu Schokolade

·Lesedauer: 1 Min.

BONN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Sogenannte Nervennahrung in der Pandemie: In der Schokoliebhaber-Republik Deutschland wird in der Corona-Krise noch mehr zu Schokolade gegriffen als sowieso. Das zeigen Zahlen des Marktforschungsunternehmens Nielsen. "Der Schokoladenkonsum der Haushalte ist 2021 höher als noch 2019. Verbraucher verbrachten und verbringen seit Beginn der Pandemie mehr Zeit zu Hause, vor allem aufgrund von Homeoffice und wegen der Lockdown-Beschränkungen. Diese Veränderungen beeinflussen auch das Kaufverhalten", sagen in Frankfurt/Main die Schokolade- und Süßwarenexpertinnen von Nielsen.

Statistikern zufolge steht Deutschland weltweit an der Spitze im Pro-Kopf-Verbrauch von Schokolade - neben der Schweiz. Beim Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) in Bonn sagt Schoko-Experte Torben Erbrath, der Konsum sei seit Jahren recht stabil. Etwa 9 Kilogramm Schokolade isst demnach jeder Mensch in Deutschland im Jahr, vor 50 Jahren waren es noch unter 6 Kilo.

Für die Weihnachtszeit 2021 stellte die deutsche Süßwarenindustrie rund 160 Millionen Schokoladen-Nikoläuse und -Weihnachtsmänner her - fünf Prozent mehr als letztes Jahr. 103 Millionen davon blieben in Deutschland. Allerdings läuft das Ostergeschäft noch besser, denn Schokohasen wurden in diesem Jahr laut BDSI sogar 214 Millionen produziert, von denen 107 Millionen im Land blieben.

Der Hase hat halt nicht so viel Konkurrenz wie der Schokomann, der an Weihnachten neben süßen Klassikern wie Stollen, Plätzchen, Lebkuchen, Spekulatius und Zimtsternen um die Gunst von Naschkatzen buhlt.

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