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Schärfste Corona-Maßnahmenstufe in weiteren britischen Regionen

David Verbeek
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Neben Deutschland verzeichnen auch andere europäische Länder neue Höchststände bei den täglichen Neuinfektionen, Großbritannien verhängt schärfere Restriktionen in weiteren Regionen, und die US-Aufsicht zweifelt am Qualitätsmanagement eines wichtigen Covid-Medikamentenherstellers: Der Corona-Überblick.

Die britische Regierung hat für South Yorkshire schärfere Pandemie-Restriktionen angekündigt. In der Region würden dann, wie bereits in Manchester und Liverpool, Level-3-Maßnahmen gelten, Einschränkungen der höchsten Stufe.

“Wir alle erkennen an, wie ernst die Lage ist”, sagte Dan Jarvis, Bürgermeister der Region Sheffield City. “Die Zahl der Covid-Patienten in unseren Kliniken hat sich in den letzten zehn Tagen verdoppelt, und es gibt keine Anzeichen, dass sich die Lage in den nächsten Wochen entspannt.” In Großbritannien wurden am Dienstag über 21.000 neue Infektionen registriert, weitere 241 Covid-positive Menschen starben.

Polen hat mehr als 10.000 Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden gemeldet, die meisten seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Coronatoten im Land stieg um 130, knapp unter der bisherigen Höchstzahl von 132, die am Freitag erreicht wurde. Auch Ungarn und die Ukraine registrierten Rekordwerte bei den Neuansteckungen.

In Italien stiegen die Infektionen um mehr als 10.000 und die Todesfälle um 89. Premierminister Giuseppe Conte sagte auf einer Pressekonferenz in Rom, die Regierung setze eher auf lokale Maßnahmen als auf einen landesweiten Lockdown wie während der ersten Welle. Es wird erwartet, dass für Lombardei mit Hauptstadt Mailand am Donnerstag eine Ausgangssperre ab 23 Uhr verhängt wird.

Die US-Behörde für Medikamentensicherheit FDA hat wiederholt Mängel bei der Qualitätssicherung in einem amerikanischen Werk von ELi Lilly festgestellt. Die Fabrik ist an der Herstellung der Covid-19-Antikörpertherapie des Pharmakonzerns besteiligt. Mögliche Maßnahmen könnten das Ziel des Unternehmens, bis Jahresende eine Million Dosen des Mittels herzustellen, gefährden. Das Unternehmen erklärte, es arbeite mit der FDA zusammen und sei zuversichtlich, dass die Probleme weder die Qualität der Medikamente noch die Patientensicherheit beeinträchtigten.

In Deutschland wurden nach Angaben der Johns Hopkins Universität vom Mittwochmorgen in den zurückliegenden 24 Stunden 8.523 Personen neu mit dem Coronavirus diagnostiziert, gegenüber 8.397 am Vortag. Seit Beginn der Pandemie wurde das Virus in der Bundesrepublik bei insgesamt 385.591 Personen festgestellt.

Im Zusammenhang mit Corona gab es 40 weitere Todesfälle, die Gesamtzahl stieg auf 9.882.

Laut Robert Koch Institut am Vorabend lag die Reproduktionszahl, der sogenannte 4-Tage-R-Wert, bei 1,25, nach 1,35 am Vortag. Der 7-Tage-Wert, der Schwankungen stärker ausgleicht, wurde mit 1,23 angegeben.

Das R-Maß gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt; die Zahl sollte unter 1,0 liegen, um eine exponentielle Ausbreitung zu verhindern, die das Gesundheitssystem überfordern könnte.

(Ergänzt um Großbritannien)

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