Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    13.335,68
    +49,11 (+0,37%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.527,79
    +16,85 (+0,48%)
     
  • Dow Jones 30

    29.910,37
    +37,90 (+0,13%)
     
  • Gold

    1.788,10
    -23,10 (-1,28%)
     
  • EUR/USD

    1,1970
    +0,0057 (+0,4788%)
     
  • BTC-EUR

    14.301,10
    +14.301,10 (+0,00%)
     
  • CMC Crypto 200

    333,27
    -4,23 (-1,25%)
     
  • Öl (Brent)

    45,53
    -0,18 (-0,39%)
     
  • MDAX

    29.374,63
    +228,52 (+0,78%)
     
  • TecDAX

    3.128,52
    +43,04 (+1,39%)
     
  • SDAX

    13.835,35
    +136,47 (+1,00%)
     
  • Nikkei 225

    26.644,71
    +107,40 (+0,40%)
     
  • FTSE 100

    6.367,58
    +4,65 (+0,07%)
     
  • CAC 40

    5.598,18
    +31,39 (+0,56%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.205,85
    +111,44 (+0,92%)
     

Rekord-Coronawerte in Osteuropa; Johnson plant Massentests

David Verbeek
·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Deutschland meldet mehr Coronatote, in Osteuropa erreichen die Pandemiezahlen immer neue Rekorde, und Boris Johnson will ganz Liverpool testen: Der Corona-Überblick.

Der britische Premierminister Boris Johnson hat die Entscheidung eines englandweiten Lockdowns als “alternativlos” verteidigt. Die Regierung plant jetzt Massentests, um Infizierte auszumachen, die keine Symptome zeigen. Ab Freitag soll allen Bürgern in Liverpool ein Test angeboten werden. Wenn das Programm erfolgreich ist, will die Regierung in den nächsten Wochen auch in andere Teile des Landes Millionen von Testkits schicken. “Solche Massentests haben das Potenzial, eine mächtige neue Waffe in unserem Kampf gegen Covid-19 zu werden”, erklärte Johnson in einer Mitteilung.

Der französische Gesundheitsminister Olivier Veran hat dringend an die Bevölkerung appelliert, sich an die Lockdown-Vorschriften zu halten, um die Krankenhäuser zu entlasten. “Der Druck auf die Kliniken, die Notaufnahmen, die Intensivstationen, die Privatkrankenhäuser, in den Großstädten, in den ländlicheren Gegenden ist sehr groß, sagte Veran dem Sender RTL Radio. In Erwartung einer Verschlimmerung der Lage habe Frankreich letzte Woche bereits 40 Intensivpatienten aus besonders vollen Stationen in andere Teile des Landes verlegt, sagte er.

Belgien hat bei der Belegung seiner Intensivstationen mit Covid-19-Patienten einen neuen Rekord erreicht. Zuletzt waren 1.302 Coronapatienten in Intensivbehandlung, mehr als während des Höhepunkts der ersten Welle Anfang April. Belgien hat eine normale Intensivkapaztät von 2.000 Betten, die um 300 erweitert wird für Covid-19-Patienten, die einfache Sauerstoffversorgung benötigen.

Mehrere osteuropäische Länder meldeten neue Rekordwerte. Rumänien verzeichnete mit über 7.700 die bislang meisten Neuinfektionen und mit 120 einen Höchstwert bei den Todeszahlen. Nahezu 1.000 Patienten werden intensivmedizinisch betreut. Die Regierung scheut dennoch bislang vor einem landesweiten Lockdown zurück.

In Bulgarien hat sich die Zahl der Coronatoten letzte Woche verdoppelt. Premierminister Boyko Borissov, der sich selbst gerade von einer Coronainfektion erholt, sagte, ein Lockdown sei nicht geplant. Auch Ungarn meldet Rekordwerte bei Neuinfektionen und Todesfällen. Premierminister Viktor Orban hat für Donnerstag eine Erklärung zu möglichen neuen Pandemiemaßnahmen angekündigt.

Nach Angaben der Johns Hopkins Universität vom Dienstagmorgen wurden in den zurückliegenden 24 Stunden in Deutschland 17.538 Personen neu mit dem Coronavirus diagnostiziert, nach 12.530 am Vortag. Seit Beginn der Pandemie wurde das Virus in der Bundesrepublik damit bei insgesamt 569.598 Personen festgestellt. Im Zusammenhang mit Corona gab es 128 weitere Todesfälle; die Gesamtzahl stieg damit auf 10.669.

Laut Robert Koch Institut am Vorabend lag die Reproduktionszahl, der sogenannte 4-Tage-R-Wert, bei 1,07, nach 1,13 am Vortag. Das R-Maß gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt; die Zahl sollte unter 1,0 liegen, um eine exponentielle Ausbreitung zu verhindern, die das Gesundheitssystem überfordern könnte.

(Ergänzt um Rumänien im 4., Bulgarien und Ungarn im 5. Absatz)

For more articles like this, please visit us at bloomberg.com

Subscribe now to stay ahead with the most trusted business news source.

©2020 Bloomberg L.P.