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Deutschland verlängert Lockdown bis 14.2.; Französischer Erfolg

David Verbeek und Rita Hagedorn
·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Merkel einigt sich mit Ministerpräsidenten auf Lockdown-Verlängerung, Frankreich und Irland melden Erfolge, Biden strenger als Trump: Der Corona-Überblick.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich mit den Länderchefs auf eine Verlängerung des bestehenden Lockdowns bis Mitte Februar geeinigt, berichtete eine mit der Entscheidung vertraute Person. Merkel wird nach Ende der Videokonferenz die Öffentlichkeit informieren. Berichten zufolge waren auch Ausgangssperren und strengere Maskenvorschriften im Gespräch, da die 7-Tage-Inzidenz weiterhin fast dreimal so hoch ist wie angestrebt.

Die Besprechung war angesichts einer ansteckenderen Virus-Mutation, die vor allem in Großbritannien und Irland grassiert, um fast eine Woche vorverlegt worden. Dublin meldete am Mittwoch, dass erstmals seit 22. Dezember die Zahl der von Corona-Patienten belegten Krankenhausbetten gesunken ist.

In Frankreich zeigen indessen die früheren Ausgangssperren offenbar Wirkung. Nach Angaben von Gesundheitsminister Olivier Veran auf France Inter Radio ist die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen in Regionen, die die Maßnahme ab dem 2. Januar um zwei Stunden verlängert hatten, etwa 16% niedriger als andernorts. Die Lage sei zwar weiter “beunruhigend”, jedoch gebe es im Land zurzeit kein exponenzielles Wachstum der Infektionen.

Die EU-Kommission fordert von den Mitgliedstaaten mehr Anstrengungen bei der Beobachtung gefährlicher Virusmutationen. Nur ein Land führe bei mehr als einem Prozent der erhaltenen Proben entsprechende Genomtests durch, und manche Länder testeten überhaupt nicht, schreibt die Kommission in einem Entwurfspapier, das Bloomberg vorliegt. “Alle EU-Länder sollten eine Kapazität bei Sequenzierungen von mindestens 5% - und besser noch 10% - erreichen”, heißt es darin. Gesundheitsminister Jens Spahn hatte am Montag einen entsprechenden Vorstoß in Deutschland angekündigt; die Verordnung für verstärkte Sequenzierungen tritt heute in Kraft.

Während es dank der neuen Impfstoffe “Licht am Ende des Tunnels” gebe, sei die EU “immer noch weit davon entfernt, diese Pandemie zu besiegen”, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides vor dem EU-Parlament und führte die neuen, ansteckenderen Virusmutationen an.

Die künftige US-Regierung von Joe Biden hat eine Entscheidung des noch amtierenden Präsidenten Donald Trump abgelehnt, pandemiebedingte Einreiseverbote für Bürger der EU, Großbritanniens und Brasiliens zurückzunehmen. Die Beschränkungen behalten damit ihre Gültigkeit. “Auf Anraten des medizinischen Teams beabsichtigt die Regierung nicht, diese Beschränkungen zum 26.1. aufzuheben. Vielmehr planen wir, die Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge in Bezug auf den internationalen Reiseverkehr zu verstärken, um die Ausbreitung von Covid-19 weiter einzudämmen”, twitterte Bidens Sprecherin Jen Psaki.

Deutschland hat nach Angaben der Johns Hopkins Universität vom Dienstagmorgen für die zurückliegenden 24 Stunden 9.253 Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus und 482 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet.

Seit Beginn der Pandemie wurde das Virus in der Bundesrepublik damit bei insgesamt 2.059.382 Personen nachgewiesen. Die Gesamtzahl der Todesfälle lag bei 47.263.

Laut Robert Koch Institut am Vorabend lag die Reproduktionszahl, der sogenannte 4-Tage-R-Wert, bei 1,01, gg 1,07 am Vortag. Das R-Maß gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt; die Zahl sollte unter 1,0 liegen, um eine exponentielle Ausbreitung zu verhindern, die das Gesundheitssystem überfordern könnte.

(Neu: Ergebnisse des Bund-Länder-Treffens im Kanzleramt)

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