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Briten erleben tödlichsten Covid-Tag; Merkel warnt vor Mutation

David Verbeek
·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Dramatische Lage in Großbritannien, Bundeskanzlerin mahnt, Luxemburg wehrt sich: Der Corona-Überblick.

Großbritannien hat am gestrigen Mittwoch mit über 1.800 Todesfällen den tödlichsten Tag seit Beginn der Pandemie erlebt. Bislang sind landesweit damit mehr als 93.000 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben, und fast 40.000 Patienten werden derzeit in britischen Krankenhäusern behandelt. In einigen Kliniken sehe es aus “wie in einem Kriegsgebiet”, sagte Patrick Vallance, der leitende wissenschaftliche Berater der Regierung von Boris Johnson, dem Sender Sky News.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Donnerstag die jüngsten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verteidigt und vor der zuerst in Großbritannien nachgewiesenen Virusvariante gewarnt. Die Gefahr, die von der Mutation ausgeht, sei “sehr ernst” zu nehmen. “Alles dient dem Ziel, in diesem Jahr die Pandemie in den Griff zu bekommen”, erklärte sie auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Es sei “sehr ermutigend”, dass sich die aktuelle Lage zu entspannen beginne und “noch etwas Zeit”, der neuen Bedrohung vorzubeugen, sagte Merkel. Zugleich seien die Todeszahlen “erschreckend”, fügte die Kanzlerin hinzu.

Wenn Deutschland in den nächsten Wochen “sehr konsequent” sei, dann gebe es “eine großartige Chance, dass wir dann schrittweise in eine immer bessere Situation kommen und Corona besiegen”, hatte Kanzleramtsminister Helge Braun zuvor in der Tagesschau gesagt.

Wenn nicht die in Großbritannien erstmals festgestellte Virusmutation “das Sagen übernimmt, dann haben wir eine ganz große Chance, in den nächsten drei, vier Wochen unter die Inzidenz von 50 zu kommen, und dann haben wir auch eine Lockerungsperspektive”. Sollte aber die neue aggressivere Virusvariante zur “Mehrheitsvariante” werden, sei die Infektion nicht mehr zu beherrschen, warnte Braun.

Merkels Andeutung , unter Umständen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens wieder Grenzkontrollen einzuführen, stieß auf Kritik bei Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn. Es sei 2020 falsch gewesen, Grenzen in der EU zu schließen, und 2021 sei es noch falscher, sagte er in einem Radiointerview.

Merkel, die im Tagesverlauf an einem virtuellen Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs teilnimmt, wies in Berlin darauf hin, dass die Union epidemiologisch betrachtet “ein Gebiet” sei.

Deutschland hat nach Angaben der Johns Hopkins Universität vom Donnerstagmorgen für die zurückliegenden 24 Stunden 29.003 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und 1.013 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet.

Seit Beginn der Pandemie wurde das Virus in der Bundesrepublik damit bei insgesamt 2.100.618 Personen nachgewiesen. Die Gesamtzahl der Todesfälle lag bei 50.010.

Laut Robert Koch Institut am Vorabend lag die Reproduktionszahl, der sogenannte 4-Tage-R-Wert, bei 0,79, gg 0,87 am Vortag. Das R-Maß gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt; die Zahl sollte unter 1,0 liegen, um eine exponentielle Ausbreitung zu verhindern, die das Gesundheitssystem überfordern könnte.

(Ergänzt um Großbritannien im 2. Absatz)

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