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Spahn bittet um Geduld, Moderna-Serum für EU-Zulassung empfohlen

David Verbeek
·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Spahn zeigt sich verständnisvoll, von der Leyen will sich beeilen, und Johnson will schneller impfen: Der Corona-Überblick.

Er verstehe die Ungeduld der Menschen hinsichtlich der Impfungen gegen das Coronavirus, müsse jedoch “große Teile der Bevölkerung um Geduld bitten”, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf einer Pressekonferenz am Mittwoch. Die Impfstoffknappheit zu Beginn der Impfkampagne sei eher auf Engpässe bei der Produktion als auf zu geringe Bestellmengen zurückzuführen. “Wir haben genug, mehr als genug Impfstoff bestellt”, so der Minister.

Zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre wichtigsten Minister zu einer Konferenz geladen. Damit sollten Spannungen innerhalb des Kabinetts abgebaut werden, nachdem es Vorwürfe gegeben hatte, die Impfkampagne rolle zu langsam an. Es habe sich um ein “reines Abstimmungstreffen” gehandelt, sagte Spahn.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat am Mittwoch den Covid-19-Impfstoff des US-Herstellers Moderna zur Zulassung in der EU empfohlen. Die EU-Kommission arbeite nun “mit Hochdruck” an der endgültigen Freigabe, twitterte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen daraufhin. Mit Moderna käme ein zweiter Impfstoff zu dem von BioNTech und Pfizer hinzu, der EU-weit verabreicht werden kann.

Deutschland hat laut Johns Hopkins Universität vom Mittwochmorgen zum zweiten Mal seit Beginn der Pandemie über tausend Todesfälle binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Am Vorabend hatten sich Bund und Länder darauf geeinigt, den bestehenden Lockdown bis Ende Januar zu verlängern. Auch Verschärfungen wurden beschlossen. So wird in Regionen mit einer Inzidenz von über 200 pro 100.000 Einwohner die Bewegunsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern eingeschränkt. Auch die bestehenden Kontaktbeschränkungen wurden weiter verschärft; so sind ab dem 11. Januar private Treffen außerhalb des eigenen Hausstands auf nur noch eine Person begrenzt. “Die Maßnahmen, die wir beschlossen haben, sind einschneidend”, sagte Merkel am Dienstagabend nach ihrer mehrstündigen Videokonferenz mit den 16 Länderchefs.

Großbritannien beschleunigt laut Premierminister Boris Johnson seine Impfkampagne. Bislang haben seinen Angaben zufolge 1,3 Millionen Briten eine der zwei notwendigen Impfdosen erhalten, darunter 23% der Über-80-Jährigen in England. Zugleich stellte Johnson in Aussicht, dass die bestehenden Einschränkungen noch monatelang andauern könnten und eine Aufhebung des Lockdowns in England Mitte Februar unter “vielen Vorbehalten” stehe.

Bei einer Mission zur Erforschung der Ursprünge der Pandemie haben Experten der Weltgesundheitsorganisation eigenen Angaben zufolge bislang keine Einreiseerlaubnis nach China erhalten. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte, er sei “sehr enttäuscht”, und die Organisation wolle die Mission so schnell wie möglich auf den Weg bringen. Es kommt selten vor, dass die WHO in solcher Weise öffentlich Kritik übt. Eine Sprecherin des chinesischen Außenministerium erklärte, das Land arbeite weiterhin mit der WHO bei der Mission zusammen und sprach von “Missverständnissen”.

Deutschland hat nach Angaben der Johns Hopkins Universität vom Mittwochmorgen für die zurückliegenden 24 Stunden 18.349 Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus und 1.009 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet.

Seit Beginn der Pandemie wurde das Virus in der Bundesrepublik damit bei insgesamt 1.814.565 Personen festgestellt. Die Gesamtzahl der Todesfälle lag bei 36.757.

Laut Robert Koch Institut am Vorabend lag die Reproduktionszahl, der sogenannte 4-Tage-R-Wert, bei 0,66, gg 0,95 am Vortag. Das R-Maß gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt; die Zahl sollte unter 1,0 liegen, um eine exponentielle Ausbreitung zu verhindern, die das Gesundheitssystem überfordern könnte.

(Ergänzt um Spahn im 2. und 3. sowie Moderna im 4. Absatz)

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©2021 Bloomberg L.P.