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RKI warnt vor Virus-Mutationen; Corona-Ausbrüche in China

David Verbeek
·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Wieler warnt vor Mutation, Spahn gegen Impfpflicht, wachsende Sorge in China: Der Corona-Überblick.

Lothar Wieler, der Präsident des Robert-Koch-Instituts, hat vor den neuen, ansteckenderen Coronavirus-Mutationen gewarnt. “Sie könnten sich auch hier durchsetzen und zu noch mehr Fällen in noch kürzerer Zeit führen”, sagte er am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Vor diesem Hintergrund sei es “wichtiger denn je”, die Pandemiemaßnahmen konsequent umzusetzen. Noch strengere Maßnahmen seien “eine Option”, so Wieler.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass die ansteckenderen Varianten des Coronavirus in Deutschland noch nicht sehr verbreitet sind. Er merkte aber an, dass die Überwachung solcher Mutationen in der Bundesrepublik bisher nicht zufriedenstellend sei. Wenn es zu einer Ausbreitung kommen sollte, würde das einen großen Unterschied im Umgang mit dem Virus machen, so der Minister.

Eine Impfpflicht für Pflegekräfte lehnt Spahn ab. “Ich glaube nicht, dass die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, wächst, wenn wir zu solch einem Instrument greifen”, sagte er in der ARD-Sendung Maischberger. Da die Impfbereitschaft unter deutschen Pflegekräften nicht sehr hoch ist, hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eine Debatte zu dem Thema gefordert. “Ich habe im Bundestag mein Wort gegeben: In dieser Pandemie wird es keine Impfpflicht geben”, bekräftigte Spahn.

In China ist erstmals seit neun Monaten ein Mensch im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Im Norden des Landes treten in letzter Zeit immer mehr Infektionsausbrüche auf. In der Provinz Heibei wächst die Sorge vor einem großen Ausbruch, da das chinesische Neujahrsfest bevorsteht, das traditionell mit viel Reiseverkehr verbunden ist.

Eine Delegation der Weltgesundheitsorganisation ist in der chinesischen Stadt Wuhan eingetroffen, um Forschungen zum Ursprung der Pandemie durchzuführen. Zwei Mitarbeitern wurde allerdings beim Transit in Singapur zur Zutritt zum Flugzeug verweigert, weil sie Medienberichten zufolge Gesundheitstests nicht bestanden haben sollen. Es wird erwartet, dass die übrigen Wissenschaftler sich zunächst für zwei Wochen in Quarantäne begeben müssen. China war zuvor kritisiert worden, weil es die Mission verzögert haben soll.

Deutschland hat nach Angaben der Johns Hopkins Universität vom Donnerstagmorgen für die zurückliegenden 24 Stunden 12.687 Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus und 729 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet.

Seit Beginn der Pandemie wurde das Virus in der Bundesrepublik damit bei insgesamt 1.981.013 Personen nachgewiesen. Die Gesamtzahl der Todesfälle lag bei 43.618.

Laut Robert Koch Institut am Vorabend lag die Reproduktionszahl, der sogenannte 4-Tage-R-Wert, bei 0,82, gg 0,99 am Vortag. Das R-Maß gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt; die Zahl sollte unter 1,0 liegen, um eine exponentielle Ausbreitung zu verhindern, die das Gesundheitssystem überfordern könnte.

(Ergänzt um Wieler im 2., aktualisiert WHO-Delegation im 6. Absatz)

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