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Deutsche Banker sind mehr im Home Office - und weniger gestresst

Stephan Kahl
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Mitarbeiter von Banken und Versicherern in Deutschland haben wegen der Coronakrise zuletzt nicht nur öfter von daheim aus gearbeitet, sondern sich auch offenbar weniger gestresst gefühlt.

Der Anteil der Beschäftigten mit täglichem oder fast täglichem Home Office hat sich verdreifacht, zeigt eine Sonderstudie der Krankenkasse DAK zur deutschen Finanzbranche, die Bloomberg vorliegt. Betrug der Wert vor dem Ausbruch der Pandemie noch 13%, so ist er während der Coronakrise auf 43% angestiegen.

Mit der Arbeit im Home Office ging für viele auch eine Abnahme von Stress einher, womöglich weil sich Job und Familie besser vereinbaren lassen. Vor der Covid-Krise hatten sich 25% der Angestellten von Banken und Versicherern meistens oder die ganze Zeit gestresst gefühlt, während der Pandemie waren es nur noch 16%.

Angesichts der Coronakrise hatten zuletzt unter anderem die BayernLB und die Deutsche Bank AG durchblicken lassen, dass wieder mehr Kollegen im Home Office sind. Bei der DZ Bank AG sprachen sich derweil viele Mitarbeiter in einer internen Umfrage dafür aus, die Möglichkeit zur Heimarbeit selbst nach einem möglichen Abklingen der Coronakrise zu erhalten.

Die DAK-Erhebung wurde von den Instituten IGES und Forsa durchgeführt. Befragt wurde im Dezember 2019 eine für Deutschland repräsentative Stichprobe von über 7.000 Erwerbstätigen über verschiedene Berufsgruppen hinweg. Davon nahmen fast 6.000 auch an der zweiten Erhebung im April 2020 während der Coronakrise teil. Knapp 320 kamen von Banken und Versicherern.

Auch in anderen Ländern gewinnt das Thema Home Office an Fahrt. So will die britische Großbank HSBC Holdings Plc ihren Mitarbeitern in Hongkong erlauben, bis zu vier Tage die Woche von daheim zu arbeiten, wie Bloomberg am Mittwoch berichtete.

(Ergänzt um HSBC im letzten Absatz)

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