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Deutsche Bank will zurück in engsten Zirkel Londoner Goldhändler

(Bloomberg) -- Nach der Ausweitung des Goldgeschäfts in den vergangenen Jahren will die Deutsche Bank AG ihren Status im Sektor festigen und hat sich um den Wiedereintritt in die London Bullion Market Association beworben.

Der Schritt spiegele das Wachstum des Bankgeschäfts mit Edelmetallen in den letzten Jahren und die wachsende Kundennachfrage nach den diesbezüglichen Dienstleistungen wider, teilte die Bank mit.

Das Vorhaben ist Teil der Bemühungen von Handelschef Ram Nayak, die Dynamik im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen (FIC) der Deutschen Bank aufrechtzuerhalten. Nayaks Sparte war in den letzten drei Jahren der größte Wachstumsmotor der Bank und gilt als Schlüssel zur Turnaround-Strategie von Vorstandschef Christian Sewing.

Nayak war bereits in das Geschäft mit Credit-Default-Swaps für bonitätsschwache Werte vorgestoßen und hat auch einen zaghaften Vorstoß in den Handel mit Basismetallen unternommen. Wie Bloomberg bereits berichtete, erwägt er auch eine Rückkehr in den Handel mit verbrieften Krediten für Wohnimmobilien.

Wie zu hören ist, signalisiert der geplante Wiederbeitritt zur LBMA keinen Strategiewechsel. Er könnte der Deutschen Bank aber helfen, ihr Edelmetallgeschäft auszubauen.

Deutschlands größte Bank gehörte schon einmal zum kleinen Kreis der Clearingstellen für Transaktionen in London und nahm auch an den täglichen Auktionen zur Festsetzung der Gold- und Silberpreise teil. Im Jahr 2014 beschloss die Bank, den Kassahandel mit Edelmetallen einzustellen.

Die LBMA ist ein Zusammenschluss von Banken, Händlern und Raffinerien, der Regeln für das Goldgeschäft festlegt - von den Spezifikationen der Goldbarren bis hin zur nachhaltigen Beschaffung.

Überschrift des Artikels im Original:Deutsche Bank Seeks to Re-Join Key Gold Club Amid Trading Push

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