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Deutsche-Bank-Tochter Deutsche Oppenheim Family Office bekommt neuen Chef

Bei der Deutschen Oppenheim Family Office wird Stefan Freytag neuer Vorsitzender des Führungsgremiums. Der bisherige Amtsinhaber geht in den Beirat.

Bei der Deutsche-Bank-Tochter Deutsche Oppenheim Family Office wechselt der oberste Chef. Stefan Freytag wird zum 1. Januar neuer Vorstandschef des Betreuers großer Familienvermögen, wie das Unternehmen mitteilte. Der 59-Jährige ist bereits im Vorstand des Unternehmens. Er löst den 58-Jährigen Thomas Rüschen ab, der die Position dem Vernehmen nach aus privaten Gründen aufgibt und in den Beirat wechselt.

Freytag wird als künftiger Vorstandssprecher zusätzlich den Bereich Mandantenbetreuung für Family-Office-Dienstleistungen übernehmen. Weiterhin verantwortet er das Investmentconsulting und das Risikomanagement sowie Neukundengeschäft und Vertrieb und bleibt Ansprechpartner für bestehende Mandanten.

„Ich freue mich auf meine neue Aufgabe in unserem starken Team“, sagt Freytag dem Handelsblatt. „Wir respektieren die Entscheidung von Thomas Rüschen und freuen uns, dass er im Beirat weiterhin mit Rat und Tat zur Seite steht“, erklärt er.

Rüschen war seit 2014 Vorstandschef der Deutschen Oppenheim FO. Davor hatte er in mehreren Führungsfunktionen im Deutsche-Bank-Konzern gearbeitet.

Neben Freytag gibt es vier weitere Vorstandsmitglieder bei Deutsche Oppenheim FO. Heiner Arnoldi übernimmt nun zusätzlich die Verantwortung für die aktive Immobilien- und Beteiligungsberatung.

Oliver Leipholz, der Anfang August in den Vorstand kam, leitet die aktive Vermögensverwaltung. Dem Gremium gehören zudem Jörn Matthias Häuser und Henning Heuerding an.

Die Deutsche Oppenheim Family Office, die zum Bereich Wealth Management der Deutsche Bank gehört, ist mit über 100 Familien und mehr als zehn Milliarden Euro betreutem Vermögen eines der großen Multi-Family-Offices im Land.

Neben diesen Betreuern mehrerer Familien gibt es auch Single-Family-Offices, die nur für einen großen Kunden arbeiten. Die 50 bis 70 Multi-Family-Offices in Deutschland in Großbanken, Privatbanken und von unabhängigen Anbietern managen nach Schätzung der Unternehmensberatung Oliver Wyman in Deutschland insgesamt rund 40 Milliarden Euro.