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Deutsche Bank: Mittelfristig weniger Bargeldausgabe am Filialschalter

FRANKFURT (dpa-AFX) - In den meisten Filialen der Deutschen Bank soll es mittelfristig kein Bargeld mehr am Schalter geben. "In der Zukunft möchte ich kein Bargeld mehr in den Filialen anbieten, denn das Vorhalten von Bargeld verursacht Kosten", sagte der Chef des heimischen Privatkundengeschäfts des größten deutschen Geldhauses, Lars Stoy, bereits Ende Mai auf einer nicht-öffentlichen Investorenkonferenz, wie jetzt bekannt wurde.

"Die Hauptaufgabe der Filiale ist der Verkauf", sagte Stoy demnach. "Die Beratung der Kunden bei Anlagen, Hypotheken, bis zu einem gewissen Grad bei Konsumkrediten und Versicherungen. Dann werden Filialen auch wieder profitabel sein." Den Plänen zufolge will das Institut Bargeld nur noch in einigen großen Zentren anbieten. In den meisten Deutsche-Bank-Filialen wird es Scheine dann nur noch aus dem Geldautomaten geben.

Die Deutsche Bank <DE0005140008> bestätigte am Mittwoch die in mehreren Medien wiedergegeben Zitate von Stoy. Eine Sprecherin erklärte, das Geldhaus werde "im Rahmen ihrer strategischen Transformation in Deutschland mittelfristig die Anzahl an persönlichen Bargeldausgaben in Filialen verringern". Dies geschehe "unter Berücksichtigung der jeweiligen Kundennachfrage und des Angebotes an SB-Services vor Ort".

Mit den Plänen reagiert die Deutsche Bank nach eigenen Angaben auch auf verändertes Kundenverhalten. Beim Bezahlen und dem Umgang mit Bargeld insgesamt sei "ein deutlicher Trend zum bargeldlosen Bezahlen erkennbar". Für die Versorgung mit Bargeld stehe Kundinnen und Kunden ein "flächendeckendes Netz von Geldautomaten" zur Verfügung, zudem könne beim Einkauf in vielen Supermärkten oder an Tankstellen Geld abgehoben werden.

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