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Deutsche-Bank-Mitarbeiter arrangieren sich mit neuer Büro-Welt

Steven Arons

(Bloomberg) -- Die wenigen Mitarbeiter, die in die Zentrale der Deutschen Bank AG in Frankfurt zurückkehren, finden eine neue Realität vor - inklusive Mittagessen und Kaffee zum Mitnehmen, was die sozialen Kontakte begrenzen soll.

Iin den zwei Bürotürmen in der Frankfurter City arbeiten mittlerweile wieder rund 600 Beschäftigte, gegenüber rund 450 im März und April. Zu normalen Zeiten beläuft sich der Personalbestand hier auf rund 2.500. Die Büros sollen auf absehbare Zeit weitgehend leer bleiben, selbst wenn einige Länder damit beginnen, Beschränkungen zu lockern.

Die wenigen Rückkehrer finden ein stark verändertes Arbeitsumfeld vor, verglichen mit der Zeit vor dem Coronavirus-Ausbruch. In der Kantine in der Frankfurter Zentrale gibt es keine Sitzgelegenheiten mehr und die Wahlmöglichkeiten für das Mittagsmenü sind reduziert. Die Kaffeemaschinen auf jeder Etage der beiden Hochhaustürme wurden ausgeschaltet, um eine Infektion über die Bedienknöpfe zu verhindern. Der Snack-Shop im Erdgeschoss ist allerdings ist wieder geöffnet.

“Wichtige Maßnahmen, einschließlich Sitzarrangements und Zugänge zu den Gebäuden, werden sehr sorgfältig geplant, während wir die Mitarbeiter vorsichtig und schrittweise wieder ins Büro bringen”, sagte die in London ansässige Sprecherin Alison Moody. Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiten, „wurden gebeten, dies vorerst fortzusetzen“, erklärte sie.

Wie alle anderen Kreditinstitute hat die Deutsche Bank im März die meisten Mitarbeiter aufgefordert, von zu Hause aus zu arbeiten, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

Das Problem der sicheren Anreise zu den Bürogebäuden ist ein weiterer Grund, warum die Deutsche Bank mit der Rückkehr der Beschäftigten keine Eile hat. Um Mitarbeiter so lange wie möglich von öffentlichen Transportmitteln fernzuhalten erwägt das Kreditinstitut, an Londoner Bahnhöfen Fahrräder bereit zu stellen, damit sie nicht die U-Bahn benutzen müssen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

In Hongkong, wo Radfahren ungewöhnlich ist, ermutigt die Bank die Mitarbeiter, öffentliche Verkehrsmittel außerhalb der Stoßzeiten zu nutzen, wenn weniger Fahrgäste unterwegs sind, sagte eine andere Person. In dem Büro ist die Anwesenheitsquote in den letzten Wochen erheblich gestiegen. Allerdings bietet die Bank auch dort weiterhin den Mitarbeitern die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten.

Überschrift des Artikels im Original:Deutsche Bank Workers’ New Normal of Takeout Lunch and No Coffee

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