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Deutsche Bank einigt sich auf Vergleiche mit US-Gericht

·Lesedauer: 2 Min.

Das Institut zahlt insgesamt rund 130 Millionen Dollar. Die Bank hat nach Angaben des Gerichts gegen das Anti-Korruptionsgesetz verstoßen. Mitarbeitern wurden zudem Preismanipulationen vorgeworfen.

Die Deutsche Bank legt in den USA mit der Zahlung von insgesamt rund 130 Millionen Dollar weitere Rechtsstreitigkeiten zu den Akten. Das Institut habe zwei Vergleichen mit dem US-Justizministerium DoJ und der Wertpapieraufsicht SEC zugestimmt, erklärte ein Gericht in New York am Freitag.

Die Deutsche Bank wollte sich zu den Details nicht äußern, erklärte aber, die Verantwortung für die Vorgänge zu übernehmen, die sich zwischen 2008 und 2017 ereignet hätten. „Wir haben diese gründlich untersucht und uneingeschränkt mit dem DoJ und der SEC zusammengearbeitet. Das zeigt unseren Willen zur Transparenz und unsere Entschlossenheit, diese Themen abschließend hinter uns zu lassen.“

Bei den Anschuldigungen der US-Behörden geht es um Verstöße gegen das Anti-Korruptionsgesetz „Foreign Corrupt Practices Act“, mit dem die USA Bestechungsvorwürfe auch jenseits ihrer eigenen Landesgrenzen verfolgen können. Konkret wird in den Gerichtsakten etwa ein Schmiergeld-Deal im Jahr 2010 genannt, bei dem über Vermittler geschäftliche Vorteile in Abu Dhabi erlangt werden sollten. Bei der Deutschen Bank sei das Vorhaben intern „Project X“ genannt worden.

Der zweite Teil des Vergleichs betrifft Preismanipulationen einiger Deutsche-Bank-Finanzprofis im Handel mit Edelmetallkontrakten. Dabei soll unter anderem eine häufig als „Spoofing“ bezeichnete Praxis zum Einsatz gekommen sein, bei der Kaufaufträge am Markt nur vorgetäuscht werden, um Kurse zu manipulieren. Wegen ähnlicher Vorwürfe war vor wenigen Monaten bereits der US-Großbank JPMorgan Chase eine Strafe von 920 Millionen Dollar von US-Behörden aufgebrummt worden.

Die Deutsche Bank erklärte, in den vergangenen Jahren mehr als eine Milliarde Euro in interne Kontrollsysteme investiert zu haben, um solche Fälle in Zukunft zu vermeiden. „Wir haben unser Team zur Bekämpfung von Finanzkriminalität auf mehr als 1600 Mitarbeiter weltweit aufgestockt und werden auch 2021 und darüber hinaus erheblich in Technologie investieren, insbesondere im Kampf gegen Finanzkriminalität.“