Deutsche Märkte öffnen in 58 Minuten
  • Nikkei 225

    28.743,25
    -121,07 (-0,42%)
     
  • Dow Jones 30

    31.496,30
    +572,20 (+1,85%)
     
  • BTC-EUR

    42.369,77
    +579,52 (+1,39%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.018,68
    +75,50 (+8,01%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.920,15
    +196,65 (+1,55%)
     
  • S&P 500

    3.841,94
    +73,47 (+1,95%)
     

Deutsche Bank: DBV ruft zu unbefristetem Streik in Callcentern auf

Reuters
·Lesedauer: 1 Min.

Ab Samstag legen die Beschäftigten in den Call-Centern ihre Arbeit nieder. Das soll in dem seit Monaten dauernden Tarifstreit den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen.

Deutsche-Bank-Kunden müssen sich bei telefonischen Anfragen an das Geldhaus von diesem Samstag an möglicherweise auf längere Wartezeiten einstellen. Die Gewerkschaften Verdi und DBV riefen die Beschäftigten der DB Direkt GmbH am Freitag zu unbefristeten Streiks auf. Damit soll in dem seit Monaten dauernden Tarifstreit der Druck auf die Arbeitgeberseite erhöht werden.

Beginnen sollen die Streiks in den Call-Centern in Berlin und Essen am Samstag um 6 Uhr. Der Ausstand werden so lange dauern, „bis die Arbeitgeberseite ein abschlussfähiges Tarifangebot unterbreitet“, teilte Verdi mit. Vorangegangen waren mehrere Warnstreiks. Zu den Aufgaben der DB Direkt zählen neben dem telefonischen Kundendienst auch der Direktvertrieb ausgewählter Bankprodukte der Deutschen Bank.

„Natürlich hätten wir weitere Streiks im Lockdown gerne vermieden: Es gibt derzeit aber keine Alternative dazu“, sagte der Bundesvorsitzender des DBV, Stephan Szukalski, am Freitag. „Während die Deutsche Bank offenbar wieder über Milliarden-Boni für Investmentbanker nachdenkt, zeigt Sie Geringverdienern im Konzern die kalte Schulter.“

Verdi fordert für die Beschäftigten sechs Prozent mehr Gehalt rückwirkend ab dem 1. April 2020, mindestens aber 150 Euro. Zudem will die Gewerkschaft eine Wahloption zwischen Geld und Freizeit sowie die Einführung eines 13. Monatsgehaltes durchsetzen. Die Arbeitgeberseite hat nach Verdi-Angaben in den bislang vier Verhandlungsrunden 1,5 Prozent mehr Geld ab November 2020 und ein weiteres Plus von 1,5 Prozent ab dem 1. Januar 2022 angeboten.