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Deutsche Bank braucht für Leveraged Loans bald weniger Kapital

(Bloomberg) -- Die Deutsche Bank AG wird dem Vernehmen nach wahrscheinlich eine Senkung des von der Europäischen Zentralbank angeordneten Kapitalzuschlags für ihr Leveraged-Finance-Geschäft erreichen. Das würde einen Quell der Reibung zwischen der Bank und ihrem wichtigsten Aufseher etwas entschärfen.

Weitere Artikel von Bloomberg auf Deutsch:

Die Fortschritte der Deutschen Bank bei der Eindämmung von Risiken in dem Geschäftsbereich — der Kreditvergabe an hochverschuldete Unternehmen — haben zur Folge, dass die EZB-Bankenaufsicht wahrscheinlich den Zuschlag für dieses Geschäft senken werden, berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Allerdings werden immer noch nicht alle Anforderungen erfüllt, und die EZB dürfte einen Großteil des Zuschlags beibehalten, heißt es weiter.

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Ein Sprecher der EZB lehnte eine Stellungnahme ab, ebenso ein Sprecher der Deutschen Bank.

Das lukrative Geschäft wurde im vergangenen Jahr zum Zankapfel zwischen Bank und EZB. Vorstandschef Christian Sewing schrieb der Aufsicht ins Stammbuch, sein Unternehmen brauche keine Tipps zum Umgang mit Risiken. Doch der Vorsitzende des EZB-Aufsichtsgremiums, Andrea Enria, erklärte letzte Woche gegenüber Bloomberg, dass er bei dem Thema nicht locker lassen werde.

Mehr zum Thema: EZB streicht Aufschlag für Leveraged Finance für einige Banken

An der Frankfurter Börse reagierten die Aktien der Deutschen Bank positiv auf die Meldung und handelten bis zu 1,5% fester. Im laufenden Jahr haben sie bislang 6% nachgegeben.

Die EZB wird den Banken noch in diesem Jahr individuelle Kapitalanforderungen mitteilen. Die EZB hat noch nicht über den Aufschlag entschieden und könnte ihre Meinung noch ändern, je nachdem, wie viele Fortschritte die Deutsche Bank gemacht hat, heißt es.

Der individuelle Aufschlag für die Deutsche Bank betrug in diesem Jahr 2,7% der risikogewichteten Aktiva, nach 2,5% im Vorjahr. Die Bank begründete die Erhöhung mit der Einschätzung der Aufsichtsbehörde zu den Risiken aus dem Bereich Leveraged Finance. Nach Berechnungen von Bloomberg auf Basis der Daten von Ende Juni würde die Abschaffung des zusätzlichen Aufschlags für die Leveraged Loans mehr als 700 Millionen Euro an Kapital freisetzen.

Andere Banken werden wohl stärker entlastet, nachdem sie die von der Aufsichtsbehörde festgestellten Mängel behoben haben, wie Enria Bloomberg vergangene Woche sagte. “Einige Banken haben die Probleme behoben und der Kapitalaufschlag wird wegfallen”, so der EZB-Chefaufseher, der Ende des Jahres aus dem Amt scheidet.

Leveraged Loans werden häufig im Zusammenhang mit Übernahmen durch Finanzinvestoren vergeben, die durch den Einsatz von Fremdkapital ihre Rendite zu erhöhen versuchen. Das Geschäft ist hochprofitabel, aber auch riskant, und wird von der Wall Street dominiert.

Die europäischen Banken haben in den letzten Jahren versucht, einen größeren Teil des Kuchens zu erlangen, was ab 2017 immer stärker die EZB auf den Plan rief. Das Thema wurde zu einem Dauerbrenner für Enria, der darauf drängte, dass die Banken ihre Kreditrisiken in den Griff bekommen.

Überschrift des Artikels im Original:Deutsche Bank Set to Get Leveraged Loans Capital Relief from ECB

(Neu: Hintergrund, Marktreaktion)

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