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Deutsche Bahn: Lokführergewerkschaft lehnt Angebot ab

·Lesedauer: 1 Min.
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Im Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zeichnet sich weiter keine rasche Annäherung ab. Die GDL habe am späten Pfingstmontagabend mitgeteilt, dass sie das Angebot der Bahn "zur solidarischen Bewältigung der Corona-Krise ablehnt", teilte eine Bahn-Sprecherin mit. Gleichzeitig habe die Gewerkschaft ein Forderungspaket übermittelt, "das unverändert den wirtschaftlichen Rahmen sprengt, die Corona-Schäden ignoriert und weiterhin durch organisationspolitische Eigeninteressen zur massiven Ausweitung der GDL geprägt ist", kritisierte der Konzern.

Nach Angaben der Bahn schlug die GDL zudem einen Verhandlungstermin "erst in 14 Tagen" vor. Dies sei angesichts der aktuellen Situation "völlig unverständlich". Beide Tarifpartner seien "ohne weiteres Zögern" gefordert, "unmittelbar am Tariftisch über Lösungen zu verhandeln".

Bahn und GDL hatten am Montag vergangener Woche in dritter Runde verhandelt. Das vom Konzern vorgelegte Angebot einer Lohnerhöhung von 1,5 Prozent nannte GDL-Chef Claus Weselsky eine "nackte Provokation". Er drohte mit Arbeitskampf und hatte bereits angedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Gewerkschaft das Angebot der Bahn annehme, bei null liege.

jm/bk