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Deutsche Bahn legt Lokführergewerkschaft GDL neues Tarifangebot vor

·Lesedauer: 2 Min.
Logo der Deutschen Bahn

Die Deutsche Bahn will einen Streiksommer vermeiden und hat der Lokführergewerkschaft GDL ein neues Tarifangebot gemacht. Der Konzern forderte die GDL am Donnerstag zur Wiederaufnahme der Verhandlungen auf; auch zu einer Schlichtung erklärte er sich erneut bereit. Die GDL bestätigte den Eingang des Angebots; wann eine Bewertung vorliegen wird, konnte eine Sprecherin nicht sagen. GDL-Chef Claus Weselsky hat mit einem harten Arbeitskampf im August gedroht.

"Wir gehen erneut auf die GDL zu, um Streiks zu vermeiden", erklärte DB-Personalchef Martin Seiler. Der Konzern bietet wie bislang schon eine Lohnerhöhung um 3,2 Prozent in zwei Schritten an - die Erhöhung würde aber deutlich früher eintreten: 1,5 Prozent mehr will die DB ab Januar 2022 zahlen, weitere 1,7 Prozent mehr ab März 2023. Laufen soll dieser Tarifvertrag laut DB bis Ende Juni 2024.

"Damit ist das Angebot für die GDL noch einmal deutlich attraktiver", erklärte Seiler. "Insgesamt treten die geforderten Erhöhungen nahezu ein Jahr früher ein und wirken sich deutlich schneller für die GDL-Mitglieder aus."

Zudem biete der Konzern "zusätzliche Mobilitätsleistungen" für Mitarbeitende. Laut DB hat die GDL "Interesse" an Verbesserungen in diesem Bereich vorgetragen. "Unser Angebot von heute ist ein klares Signal für den Tariffrieden", erklärte Seiler. "Es muss uns gemeinsam gelingen, einen Streiksommer zu vermeiden."

Der Personalchef forderte die Gewerkschaft erneut auf, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Als konkrete Termine schlage die Bahn den 13., 14. und 15. Juli vor, erklärte Seiler. Die Bahn bekräftigte zudem ihre Bereitschaft, auch im Rahmen eines moderierten Prozesses oder einer Schlichtung mit der GDL zu sprechen. "Wir wollen Lösungen finden, und die gibt es nur am Verhandlungstisch. Streiks können nur das letzte Mittel sein und schwächen die Schiene zu einem Zeitpunkt, wo sie mehr gebraucht wird denn je", betonte der Personalvorstand.

Die GDL hatte vergangene Woche angekündigt, sie werde ihre rund 37.000 Mitglieder zur Urabstimmung über Streiks aufrufen. Die Stimmen sollen am 9. August ausgezählt werden. GDL-Chef Weselsky rechnet mit einer hohen Zustimmung und hat bereits mit härteren und längeren Streiks als in der Vergangenheit gedroht.

Seiler hatte der GDL in der vergangenen Woche vorgeworfen, sie wolle nicht verhandeln - ihr gehe es "um Spaltung, Konkurrenz, Macht". Die Gewerkschaft dürfe die laufende Tarifrunde nicht missbrauchen, "um Macht und Konkurrenz nach vorn zu schieben". Hintergrund hier ist der Streit um das seit Januar geltende Tarifeinheitsgesetz (TEG). Bei konkurrierenden Tarifabschlüssen sind für dieselbe Berufsgruppe in einem Betrieb die Vereinbarungen mit der Mehrheitsgewerkschaft gültig - die GDL und die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) verhandeln teilweise für die gleichen Berufsgruppen.

ilo/jm

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