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Deutsche Bahn-Aufsichtsratsvorsitzender tritt nach Streit mit Verkehrsminister Wissing zurück

ICE der Deutschen Bahn. - Copyright: picture alliance / Daniel Kubirski | Daniel Kubirski
ICE der Deutschen Bahn. - Copyright: picture alliance / Daniel Kubirski | Daniel Kubirski

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn, Michael Odenwald, tritt zurück. Zuerst hatte der "Spiegel" darüber berichtet. Nach einer Pressekonferenz mit Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) soll ein Streit eskaliert sein.

Wissing und Deutsche Bahn-Chef Richard Lutz hatte am Mittwoch zusammen ein neues Baustellenkonzept präsentiert, mit dem den sich häufenden Verspätungen bei der Bahn entgegengewirkt werden solle. Wissing wolle zudem eine Koordinierungsstelle in seinem Ministerium schaffen, die den Fortschritt regelmäßig überprüft. Allerdings ist für die Kontrolle der Vorgänge bei der Deutschen Bahn der Aufsichtsrat und damit auch Odenwald zuständig. Der Schritt von Wissing könne als "Misstrauensbeweis" gedeutet werden, schreibt der "Spiegel".

Zudem sei eine geplante Strategiesitzung mit Wissing, Bahn-Chef Lutz und dem Aufsichtrat und Odenwald abgesagt worden. Auf einer Pressekonferenz verkündeten Wissing und Lutz dann trotzdem eine neue Strategie. Wissing sagte auf der Pressekonferenz, er wolle die Interessen des Bundes besser gegen den Aufsichtsrat durchsetzen.

Künftig sollen ganze Schienenkorridore komplett saniert werden, um den Fahrbetrieb wieder reibungsloser zu garantieren. Der Plan sieht eine sogenannte Koordinierungsstelle im Verkehrsministerium vor, mit der Wissing sicherstellen will, dass das Konzept auch wirklich umgesetzt hat. Der SPIEGEL hatte darüber Anfang des Monats berichtet.

Michael Odenwald hört zum 22. Juli auf. "Nach zehnjähriger Arbeit im Aufsichtsrat ist es Zeit für einen Wechsel", teilte Odenwald am Donnerstagabend mit. Zuvor hatte er das Kontrollgremium auf der Sitzung am Donnerstag informiert. Sein Vertrag läuft Aufsichtsratskreisen zufolge eigentlich bis März 2025. "Die Deutsche Bahn ist - ungeachtet aller aktuellen Herausforderungen - ein tolles Unternehmen, für das ich mich immer sehr gerne engagiert habe. Ich wünsche dem Vorstand, allen Führungskräften und insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alles erdenklich Gute", sagte Odenwald weiter.

Der ehemalige Staatssekretär ist seit 2018 Chefkontrolleur beim Bahnkonzern. Der Jurist war seit 1992 im Verkehrsministerium tätig - von 1998 an als Referatsleiter, ab 2010 als Leiter der Zentralabteilung, seit 2012 dann als beamteter Staatssekretär. In dieser Funktion rückte er 2012 in den Bahn-Aufsichtsrat.

"Wir bedauern die Entscheidung von Herrn Odenwald sehr", teilte Bahnchef Richard Lutz mit. "Er hat sich in all den Jahren um die Deutsche Bahn verdient gemacht. Dafür gebührt ihm ausdrücklicher Dank und große Anerkennung."

Sollte bis zum Weggang Odenwalds kein Nachfolger gefunden werden, wird zunächst sein bisheriger Stellvertreter, der Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Klaus-Dieter Hommel, den Vorsitz des Aufsichtsrats übernehmen.

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