Deutsche Märkte öffnen in 7 Stunden 43 Minuten
  • Nikkei 225

    27.824,83
    -259,67 (-0,92%)
     
  • Dow Jones 30

    34.327,79
    -54,34 (-0,16%)
     
  • BTC-EUR

    35.154,53
    -2.634,04 (-6,97%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.195,01
    -2,91 (-0,24%)
     
  • Nasdaq Compositive

    13.379,05
    -50,93 (-0,38%)
     
  • S&P 500

    4.163,29
    -10,56 (-0,25%)
     

Deutsche Bad Bank FMS warnt vor Klumpen-Risiken, Verlusten

Stephan Kahl
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die deutsche Bad Bank FMS Wertmanagement hat nach dem Verkauf der Depfa Bank Plc vor Risikokonzentration und hohen Verlusten in ihrem Abbau-Portfolio gewarnt.

Seit der Übernahme des Portfolios habe der Anteil einzelner Länder am gesamten Buch stetig und deutlich zugenommen, sagte Vorständin Carola Falkner am Dienstag bei der Vorstellung der Jahreszahlen. Nahezu alle Risikopositionen seien zudem mit Derivaten gekoppelt. Die bei einem vorzeitigen Verkauf durchzuführende Auflösung dieser Sicherungsgeschäfte könne für die FMS WM “hohe Verluste verursachen”.

Um einen weiteren Anstieg von Klumpenrisiken zu begrenzen, habe die FMS WM im Geschäftsjahr 2020 dennoch einige Risikopositionen und zugehörige Sicherungsgeschäfte abgebaut oder deren Komplexität reduziert.

Die FMS war 2010 als bundeseigene Abwicklungsanstalt für die verstaatlichte Hypo Real Estate Holding AG entstanden, die in der Finanzkrise in Schieflage geraten war. Es wurden Positionen im Nominalwert von 175,7 Milliarden Euro mit dem Ziel übertragen, das Portfolio “wertschonend” abzubauen. Später übernahm die FMS auch die Tochter Depfa vollständig zur Abwicklung.

Ende 2020 belief sich das Abbau-Portfolio noch auf 61,6 Milliarden Euro, verglichen mit 69,3 Milliarden Euro Ende 2019. In diesem Jahr soll das Portfolio um weitere 5 Milliarden Euro reduziert werden.

Wie sich das Risiko inzwischen auf einzelne Länder konzentriert, zeigt ein Blick auf Großbritannien und Italien. Ihr Nominalwert-Anteil am Gesamtportfolio stieg von 12% beziehungsweise 16% im Jahr 2010 auf inzwischen jeweils über ein Viertel. Großbritannien hat nicht nur mit der Pandemie zu kämpfen, sondern auch mit dem Brexit.

Erst Anfang des laufenden Jahres hatte die FMS die Depfa Bank Plc an die österreichische Bawag Group AG verkauft. FMS-Chef Christoph Müller sagte anschließend in einem Bloomberg-Interview, die Bad Bank wolle ihr Portfolio weiter vereinfachen und komplexere Assets abbauen. Wegen der Pandemie sei das zuletzt allerdings schwieriger gewesen.

Einige andere deutsche Banken hatten sich zuletzt für interne Bad Banks zum Abbau von Portfolien entschieden. Dazu zählen unter anderem die Deutsche Bank AG und die NordLB.

(Ergänzt um Abbauziel 2021 im 5. Absatz, Risikoverteilung im 6. Absatz)

For more articles like this, please visit us at bloomberg.com

Subscribe now to stay ahead with the most trusted business news source.

©2021 Bloomberg L.P.