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Deutsche Anleihen: Stagnation nach anfänglichen Gewinnen

FRANKFURT (dpa-AFX) -Deutsche Bundesanleihen sind am Montag nach anfänglichen Gewinnen etwas unter Druck geraten. Zuletzt verharrte der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future DE0009652644 bei 134,01 Punkten. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen stieg auf 2,46 Prozent.

An den Finanzmärkten steht nach wie vor der Schuldenstreit in den USA im Mittelpunkt. Der Disput über die Anhebung der gesetzlichen Schuldengrenze ist immer noch nicht gelöst. Am Montag wollen sich US-Präsident Joe Biden und der Verhandlungsführer der oppositionellen Republikaner, Kevin McCarthy, zu einem neuen Spitzengespräch treffen. Die Zeit drängt, denn Anfang Juni droht ein Zahlungsausfall der US-Regierung - mit voraussichtlich schwerwiegenden Folgen für die Weltwirtschaft. Sichere Anlagen, zu denen auch Bundeswertpapiere gehören, waren daher zunächst eher gefragt gewesen als riskantere Anlageklassen.

Im Handelsverlauf geriet jedoch der Kampf der Zentralbanken gegen die immer noch hohe Inflation verstärkt in den Fokus. So äußerte sich zum Beispiel aus den Reihen der US-Notenbank Fed der Präsident der regionalen Zentralbank von Minneapolis, Neel Kashkari. Er bezeichnete die Entscheidung für oder gegen eine weitere Zinsanhebung auf der nächsten Fed-Sitzung im Juni gegenüber dem US-Sender CNBC als knappe Angelegenheit. Wichtig sei aus seiner Sicht, nicht zu signalisieren, dass der Zinserhöhungsprozess zu Ende sei. Bei einer Pause im Juni könne man schon im Juli wieder anheben, sagte Kashkari.

Der Präsident der Federal Reserve Bank of St. Louis, James Bullard, sprach sich für zwei weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr aus. Die Aussagen der US-Notenbanker stützten die Renditen dies- und jenseits des Atlantiks und belasteten entsprechend die Anleihen-Kurse.