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Deutsche Anleihen: Rendite steigt auf Fünfmonatshoch

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen haben am Freitag ihren Sinkflug fortgesetzt. Im Gegenzug stieg die Rendite für zehnjährige Papiere auf den höchsten Stand seit fünf Monaten. Treiber der Entwicklung sind die gute Stimmung an den Aktienmärkten und steigende Inflationserwartungen.

Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> fiel bis zum Mittag um 0,13 Prozent auf 176,07 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe betrug im Hoch minus 0,43 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Anfang September.

Schon seit einigen Tagen steigen die Renditen sicherer Anlagen wie Bundesanleihen oder US-Treasuries. Die gute Aktienmarktstimmung belastet die Kurse der Staatsanleihen, im Umkehrschluss steigen ihre Renditen. Hinzu kommen moderat steigende Inflationserwartungen. Hintergrund ist die sehr großzügige Geld- und Finanzpolitik in der Corona-Krise, die mittel- bis längerfristig zu steigenden Inflationsraten führen könnte.

Gefragt sind dagegen weiterhin italienische Staatsanleihen. Es treibt nach wie vor die Hoffnung auf ein Ende der Regierungskrise. Der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, ist mit der Bildung einer Expertenregierung beauftragt. Ob dies gelingt, hängt in erster Linie von der Unterstützung der streitenden Parteien im Parlament ab.

Vor dem Wochenende blicken die Finanzmärkte in Richtung USA. Dort veröffentlicht die Regierung ihren monatlichen Arbeitsmarktbericht. Es wird mit einem moderaten Stellenaufbau gerechnet. Trotz einer graduellen Erholung ist die Arbeitslosigkeit in den USA wegen der Pandemie-Folgen nach wie vor hoch.