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Deutsche Anleihen: Leichte Kursverluste - Frankreich-Wahl bewegt kaum

FRANKFURT (dpa-AFX) -Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Montag etwas gefallen. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future DE0009652644 sank am Vormittag um 0,11 Prozent auf 130,94 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg auf 2,57 Prozent.

Die Reaktion am Anleihemarkt auf das unerwartete Wahlergebnis in Frankreich hielten sich in Grenzen. Das Linksbündnis hat bei den Wahlen zur Nationalversammlung die meisten Abgeordneten erhalten. Das Parteienbündnis der Mitte erreichte den zweiten Platz. Die rechtsnationale Partei "Rassemblement National" kam nur auf Rang drei. Eine Regierungsbildung dürfte schwierig werden, da auch das Linksbündnis weit von einer absoluten Mehrheit entfernt ist.

"Der linke Block befürwortet Steuererhöhungen und steht dem Problem der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gleichgültig gegenüber", kommentierte Bruno Cavalier, Chefvolkswirt der Privatbank Oddo BHF. Eine Entspannung bei den Risikoprämien für französische Staatsanleihen sei nicht zu erwarten. "Vielmehr wird es Gründe für einen Anstieg geben, wenn sich der Haushaltsprozess verzögert oder wenn der finanzpolitische Kurs Frankreich von einem glaubwürdigen Weg zur Sanierung der Staatsfinanzen abbringt."

Am Montag stiegen die Renditen französischer Staatsanleihen geringfügig an. Der Risikoaufschlag zu deutschen Bundesanleihen ging aber sogar etwas zurück.

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Enttäuschende Daten vom deutschen Außenhandel bewegten den Markt nicht nachhaltig. Die Ausfuhren der deutschen Wirtschaft sind im Mai deutlich und stärker als erwartet gesunken. Die Importe gaben allerdings noch deutlicher als die Ausfuhren nach.

Zudem ist der vom Institut Sentix erhobene Konjunkturindikator im Juli gesunken. Es ist die erste Eintrübung nach acht Anstiegen in Folge. "Die jüngste Erholung der europäischen Wirtschaft finden ein jähes Ende", hieß es von Sentix. Die Entwicklung sei ein herber Rückschlag.