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Deutsche Anleihen legen erneut zu

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Dienstag erneut zugelegt. Am Markt wurde die Aussetzung der Astrazeneca-Impfungen in Deutschland und anderen großen Ländern Europas als Grund genannt. Schon am Vortag hatten sichere Anlagen davon profitiert.

Der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> stieg bis zum Mittag um 0,03 Prozent auf 171,78 Punkte. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten mit minus 0,34 Prozent. Von ihrem etwa einjährigen Höchststand bei minus 0,2 Prozent, erreicht Ende Februar, hat sich die Rendite wieder entfernt.

Robuste Konjunkturdaten aus Deutschland belasteten die Anleihen nicht. Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im März überraschend deutlich aufgehellt. Das Stimmungsbarometer des Mannheimer Forschungsinstituts ZEW stieg gegenüber dem Vormonat um 5,4 Punkte auf 76,6 Punkte.

"Die Finanzmarktexpertinnen und Finanzmarktexperten gehen von einer breit angelegten Erholung der deutschen Wirtschaft aus", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach. "Sie rechnen damit, dass bis Herbst mindestens 70 Prozent der deutschen Bevölkerung ein Impfangebot erhalten werden." Die Befragung reflektiert allerdings nicht die jüngste Aussetzung der Corona-Impfungen mit Astrazeneca, die erst am Montag bekanntgegeben wurde.

Am Nachmittag werden Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht. Besonders beachtet werden Zahlen zur Industrieproduktion und zu den Einzelhandelsumsätzen.