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Deutsche Anleihen: Kursgewinne

·Lesedauer: 1 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Donnerstag gestiegen. Der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> legte um 0,12 Prozent auf 171,81 Punkte zu. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen betrug minus 0,33 Prozent.

Die Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Sitzung der US-Notenbank Fed sorgte an den Finanzmärkten nicht für stärkere Impulse, bestätigte aber das für Anleihen günstige Umfeld. Die Fed-Mitglieder stellten weiter keine Änderung der ultralockeren Geldpolitik in Aussicht. Die konjunkturelle Entwicklung der größten Volkswirtschaft der Welt bleibe noch weit von den langfristigen Zielen der Notenbank entfernt, hieß es im Protokoll. Mit dem Protokoll wurde dem Markt signalisiert, dass die US-Notenbanker erst weitere Fortschritte beim Aufschwung in den USA abwarten wollen, bevor sie eine Straffung der Geldpolitik durch ein Zurückfahren der Anleihekäufe beschließen werden.

Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, Philip Lane, sieht in größeren Ausschlägen bei den Inflationsentwicklung keine Gefahr. Vorübergehende Preisanstiege ließen sich "auf eine Vielzahl temporärer Faktoren zurückführen, die allesamt keinen Einfluss auf die mittelfristige Inflationsdynamik haben dürften", schreibt er in einem Gastbeitrag des "Handelsblatts". Lane geht weiter davon aus, dass die Inflation in den kommenden Jahren in der Eurozone deutlich unter dem von der Notenbank mittelfristig angestrebten Ziel von knapp zwei Prozent liegt.

Robuste Konjunkturdaten aus Deutschland belasteten die Anleihen nicht. Steigende Bestellungen in der deutschen Industrie nähren die Hoffnung auf einen kräftigen Konjunkturaufschwung trotz der Corona-Pandemie. Die Aufträge legten den zweiten Monat in Folge zu. Die exportorientierten Maschinenbauer verzeichneten im Vorjahresvergleich sogar den stärksten Zuwachs seit 2018.