Deutsche Märkte öffnen in 3 Stunden 16 Minuten
  • Nikkei 225

    27.370,37
    +249,87 (+0,92%)
     
  • Dow Jones 30

    30.273,87
    -42,43 (-0,14%)
     
  • BTC-EUR

    20.532,50
    +17,38 (+0,08%)
     
  • CMC Crypto 200

    462,62
    +4,21 (+0,92%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.148,64
    -27,77 (-0,25%)
     
  • S&P 500

    3.783,28
    -7,65 (-0,20%)
     

Deutsche Anleihen: Kurse geben etwas nach

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Freitag unter Druck geraten. Bis zum Nachmittag sank der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> um 0,06 Prozent auf 142,85 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundeswertpapiere lag bei 1,79 Prozent. Mit 1,81 Prozent hatte sie am Morgen zeitweise noch den höchsten Stand seit etwa drei Monaten erreicht.

Für steigende Kapitalmarktzinsen sorgen seit einiger Zeit die Zentralbanken mit ihrem Kampf gegen die hohe Inflation. Am Vormittag wurde für den Euroraum die Rekordrate von 9,1 Prozent im August bestätigt. Der Vizechef der Europäischen Zentralbank (EZB), Luis de Guindos, wies in einem Zeitungsinterview auf die Notwendigkeit weiterer Zinsanhebungen hin: "Die Verlangsamung der Wirtschaft wird die Inflation nicht von alleine erledigen." Die EZB müsse die Normalisierung der Geldpolitik fortsetzen.

Der Bund-Future machte am Abend jedoch einen großen Teil seiner zeitweisen Verluste wett. Dazu trugen auch US-Konjunkturdaten bei. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im September zwar aufgehellt, der Anstieg blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Entscheidender für die Kursentwicklung war laut Analysten jedoch, dass die Inflationserwartungen der Verbraucher gesunken sind. Dies könnte den Zinserhöhungsdruck auf die Fed etwas verringern. Schon am Mittwoch wird in den USA die nächste Zinserhöhung erwartet.