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Deutsche Anleihen geben nach - Holzmann für EZB-Zinserhöhung

FRANKFURT (dpa-AFX) -Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Montag nachgegeben. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future DE0009652644 fiel bis zum späten Nachmittag um 0,10 Prozent auf 132,03 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen lag bei 2,56 Prozent.

Die insgesamt freundliche Stimmung an den Aktienmärkten lastete auf den als sicher geltenden Staatsanleihen. Die Entscheidung der chinesischen Regierung, die Stempelsteuer für den Aktienhandel zu senken, sorgte für etwas Zuversicht. So legten die Aktienmärkte in Europa zu.

Kursdruck kam durch Aussagen von EZB-Ratsmitglied Robert Holzmann. Der Chef der österreichischen Notenbank sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, er könne sich für die nächste Ratssitzung Mitte September eine weitere Zinsanhebung durch die EZB vorstellen. Sollten größere Überraschungen ausbleiben, sehe er die Möglichkeit einer zusätzlichen Zinserhöhung. Holzmann gilt als Befürworter einer straffen Geldpolitik.

Seit Sommer 2022 hat die EZB ihre Zinsen kräftig angehoben, um sich der hohen Inflation entgegenzustellen. Notenbankchefin Christine Lagarde hatte die künftige Linie bis zuletzt offen gelassen. Da sich die Konjunktur im Euroraum, vor allem aber in Deutschland zunehmend eintrübt, können sich nicht wenige Beobachter auch ein baldiges Ende der Zinsanhebungen vorstellen.

Geld- und Kreditdaten der EZB bestätigten am Vormittag die fragile Konjunkturlage. Die breit gefasste Geldmenge M3 schrumpfte im Juli erstmals seit dem Jahr 2010. Das engere Geldmengenaggregat M1, das unter Experten als Konjunkturindikator gilt, ging erneut deutlich zurück.