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Deutsche Anleihen geben etwas nach

FRANKFURT (dpa-AFX) -Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Freitag mit leichten Kursverlusten in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future DE0009652644 fiel um 0,16 Prozent auf 132,22 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen stieg auf 2,54 Prozent. Auch europaweit dominierten die Kursverluste.

Robuste Konjunkturdaten aus den USA hatten zuletzt die Erwartungen bezüglich eines eher restriktiven Kurses der US-Notenbank im Kampf gegen die hohe Inflation bekräftigt. Zum Wochenschluss nun sind die Blicke auf die Notenbank-Konferenz in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming gerichtet.

Beim jährlichen Treffen der Notenbanker dürften vor allem die Reden von Fed-Chef Jerome Powell und EZB-Chefin Christine Lagarde im Mittelpunkt stehen, schrieben die Analysten der Commerzbank. Sie erinnerten, dass der ehemalige EZB-Chef Mario Draghi vor neun Jahren diese Konferenz genutzt habe, um die Tür für eine Ausweitung der Geldbasis (Quantitative Easing) zu öffnen.

Im vergangenen Jahr habe EZB-Direktorin Isabel Schnabel den Boden für deutliche Zinserhöhungen bereitet, fuhren die Commerzbank-Experten fort. Angesichts der sich verschlechternden Konjunkturaussichten im Euroraum, die im Gegensatz zu der von der Europäischen Zentralbank erwarteten Wachstumsbeschleunigung im zweiten Halbjahr stünden, könnte Lagarde nun zurückhaltendere Impulse aussenden als Powell, der vermutlich am Szenario einer "weichen Landung" der US-Wirtschaft festhalten werde.