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Deutsche Anleihen geben deutlich nach

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Montag deutlich gefallen. Zuletzt sank der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> um 0,91 Prozent auf 147,66 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg im Gegenzug auf 1,56 Prozent. In allen Ländern der Eurozone stiegen die Renditen deutlich.

Am Markt wurde der Zinsauftrieb vor allem mit steigenden Gas- und Erdölpreisen begründet. Der russische Staatskonzern Gazprom <US3682872078> lässt alle Lieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 nun bis auf Weiteres ruhen. Zudem hat das Ölkartell Opec+ eine leichte Verringerung seiner Rohölförderung beschlossen. Dies lässt die Preise für Erdgas und Erdöl steigen. Die dadurch gestiegenen Inflationsrisiken treiben die Renditen nach oben. Die Energiepreise haben große Auswirkungen auf die allgemeine Inflationsrate, da sie nahezu jeden Bereich des Wirtschaftslebens tangieren.

Konjunkturdaten zeichneten abermals ein trübes Bild. Die Einkaufsmanagerindizes von S&P Global gingen in der Eurozone und Großbritannien weiter zurück. Ebenfalls rückläufig war die Investorenstimmung des Beratungsunternehmens Sentix. Das Konjunkturbarometer fiel auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren.

Die gestiegenen Energiepreise dürften die Konjunktur weiter belasten, was die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) erschweren dürfte. Eigentlich müsse sie wegen der hohen Inflation die Zinsen deutlich anheben. Gleichzeitig werden durch Zinserhöhungen die schwächelnde Konjunktur belastet. Die Finanzmärkte erwarten, dass die Notenbank ihren Leitzins an diesem Donnerstag um 0,75 Prozentpunkte anheben wird.