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Deutsche Anleihen erholen sich - Rendite wieder leicht negativ

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen haben sich am Donnerstag etwas von ihren jüngsten Verlusten erholt. Der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> stieg bis zum Mittag um 0,20 Prozent auf 169,68 Punkte. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Bundesanleihen entfernte sich wieder von der Nulllinie und betrug zuletzt minus 0,03 Prozent. Am Vortag war sie erstmals seit Mai 2019 wieder positiv.

Bereits zur Wochenmitte hat sich die Lage an den Rentenmärkten etwas entspannt. Zuvor hatten Erwartungen auf vielerorts steigende Leitzinsen, insbesondere in den USA, für starken Zinsauftrieb gesorgt. Ohne neue Impulse seitens der Notenbanken oder durch Inflationsdaten blieben weitere Zinszuwächse schwierig, heißt es von Analysten der Dekabank. Das Hauptaugenmerk liege bereits auf der Zinssitzung der US-Notenbank (Fed) in der kommenden Woche.

Die Fed könnte die Marktteilnehmer Experten zufolge verbal auf den Einstieg in den Straffungszyklus im März vorbereiten. Am Markt wird erwartet, dass die Fed in diesem Jahr der hohen Inflation mit vier Zinserhöhungen begegnet.

Preisdaten von der Unternehmensebene aus Deutschland untermauerten am Donnerstagmorgen den hohen und zunehmenden Preisauftrieb auch diesseits des Atlantiks. Die Erzeugerpreise stiegen im Dezember mit Rekordtempo. Im Euroraum erreichte die Inflation Ende 2021 wie erwartet einen Rekordwert.

In den USA stehen unter anderem die wöchentlichen Daten vom Arbeitsmarkt auf dem Programm. Sie geben einen zeitnahen Eindruck vom Zustand des Jobmarkts, der für die Geldpolitik der Fed eine große Rolle spielt. Derweil trafen die Notenbanken Norwegens und der Türkei geldpolitische Entscheidungen. Die Leitzinsen wurden jeweils unverändert belassen.

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