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Deutsche Anleihen: Deutliche Verluste nach EZB-Zinswende

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen haben am Donnerstag mit erheblichen Verlusten auf die Aussicht einer strafferen Geldpolitik um Euroraum reagiert. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> fiel bis zum Abend um 0,54 Prozent auf 147,89 Punkte. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten mit bis zu 1,47 Prozent und damit so hoch wie seit Mitte 2014 nicht mehr. In anderen Euroländern wie Italien oder Spanien stiegen die Renditen ebenfalls deutlich an.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte nach ihrer Zinssitzung die geldpolitische Wende eingeläutet. Für die kommende Sitzung um Juli stellte sie eine Zinsanhebung um 0,25 Prozentpunkte in Aussicht. Im September könnte sogar eine deutlichere Straffung folgen, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Die Käufe neuer Wertpapiere, mit denen die Zinsen über Jahre hinweg zusätzlich gedrückt wurden, sollen Anfang Juli enden.

Hintergrund der Schritte ist die hohe Inflation im Währungsraum. Lagarde stellte klar, die EZB werde alles daran setzen, die Teuerung von derzeit gut acht Prozent wieder auf das mittelfristige EZB-Ziel von zwei Prozent zu reduzieren. Verglichen mit anderen Notenbanken agiert die EZB spät. Die Bank of England hat bereits vor mehr als einem halben Jahr mit Zinsanhebungen begonnen, die US-Notenbank strafft ihre Politik ebenfalls seit einiger Zeit.

Lagarde machte zudem deutlich, dass die Notenbank keine Fragmentierung im Euroraum akzeptieren wird, da dies der Wirkung der Geldpolitik im Wege stehe. Dies kann als Hinweis gelten, dass die Zentralbank stark auseinanderlaufenden Zinsniveaus entgegentreten wird. Lagarde deutete an, dass man mit den Reinvestitionen auslaufender Wertpapiere ein geeignetes Instrument an der Hand habe. Auch sei die Entwicklung neuer Instrumente denkbar.

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