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Deutsche Anleihen: Deutliche Kursverluste

·Lesedauer: 1 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Donnerstag merklich nachgegeben. Bis zum Mittag fiel der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> um 0,17 Prozent auf 171,46 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen stieg auf minus 0,31 Prozent.

Die freundliche Stimmung an den Aktienmärkten belastete die als sicher geltenden Staatsanleihen. Schwächer als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus der Eurozone stützten die Anleihen in diesem Umfeld nicht. So haben die von Markit erhobenen Einkaufsmanagerindizes sowohl für die Industrie als auch für den Dienstleistungssektor im September stärker als erwartet nachgegeben.

Belastet wurden die Anleihemärkte auch von der Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank Fed vom Mittwochabend. Die Zentralbank signalisierte, womöglich bereits zur nächsten Zinssitzung Anfang November mit der Rückführung ihrer milliardenschweren Wertpapierkäufe zu beginnen. Hintergrund sind die solide Erholung der Konjunktur vom Corona-Einbruch und die hohe Inflation. Darüber hinaus ließ die Fed durchblicken, ihren Leitzins möglicherweise früher und rascher anzuheben als bisher gedacht.

Unterdessen hat die norwegische Notenbank ihren Leitzins erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie angehoben. Der Leitzins steigt von null auf 0,25 Prozent, wie die Norges Bank am Donnerstag in Oslo mitteilte. Zudem stellte sie weitere Anhebungen in Aussicht. Die Kurse von norwegischen Staatsanleihen gaben nach.

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