Deutsche Märkte öffnen in 6 Stunden 27 Minuten
  • Nikkei 225

    23.203,04
    -128,90 (-0,55%)
     
  • Dow Jones 30

    26.659,11
    +139,16 (+0,52%)
     
  • BTC-EUR

    11.642,66
    +141,91 (+1,23%)
     
  • CMC Crypto 200

    266,64
    +23,96 (+9,87%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.185,59
    +180,72 (+1,64%)
     
  • S&P 500

    3.310,11
    +39,08 (+1,19%)
     

Deutsche Anleihen: Deutliche Kursgewinne - Corona-Maßnahmen verunsichern

·Lesedauer: 1 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Donnerstag deutlich zugelegt. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> stieg bis zum Nachmittag um 0,33 Prozent auf 175,90 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel im Gegenzug auf minus 0,71 Prozent. In den meisten Ländern der Eurozone fielen die Renditen. Ausnahmen waren südeuropäische Länder wie Italien, Spanien und Griechenland.

Die sich zuspitzende Corona-Lage in Europa verunsichert die Anleger und stützt die als sicher geltenden Staatsanleihen. Nicht nur in Deutschland wurden die Maßnahmen angesichts steigender Neuinfektionen verschärft. Andere Länder der Eurozone wie Frankreich und die Niederlande gingen noch stärker vor. Die Maßnahmen dürften die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone bremsen. Vor allem der angeschlagene Dienstleistungssektor dürfte leiden.

Für Verunsicherung sorgt auch der EU-Gipfel in Brüssel. Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Kollegen beraten, wie ein Handelsabkommen mit dem Vereinigten Königreich doch noch vor Jahresende gelingen könnte. Während die EU Geschlossenheit demonstriert und zu weiteren Verhandlungen bereit ist, läuft die von Premierminister Johnson gesetzte Frist zur Einigung am Donnerstag aus. Nach einem Telefonat mit den EU-Spitzen behielt er sich einen Abbruch der Verhandlungen vor, erklärte aber, er warte zunächst den Gipfel ab. Die Kurse britischer Staatsanleihen legten zu.

Hinzu kamen schwache Daten aus den USA. Die Zahl der Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der andauernden Corona-Krise wieder deutlich gestiegen. In der Woche bis zum 10. Oktober stellten 898 000 Menschen einen entsprechenden Antrag. Das war der höchste Stand seit August. Volkswirte hatten lediglich mit 825 000 Anträgen gerechnet. In der Woche davor waren es 845 000 - die Zahl wurde um 5000 nach oben korrigiert.