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Deutsche Anleihen bleiben unter Druck

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen haben am Dienstag weiter nachgegeben, allerdings bei weitem nicht so stark wie am Vortag. Nach starken Verlusten zum Wochenstart gab der Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> am Dienstagmittag um 0,15 Prozent auf 176,27 Punkte nach. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe betrug minus 0,50 Prozent. Das ist der höchste Stand seit gut einem Monat.

Am Montag waren sichere Anlagen wie Bundeswertpapiere stark unter Druck geraten, nachdem sich an den Finanzmärkten Hoffnungen auf ein Corona-Impfmittel breit gemacht hatten. Ausschlaggebend war eine Mitteilung der Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer, in der von einer hohen Wirksamkeit eines Impfstoffs die Rede war. Mit der Aussicht auf ein Impfmittel werden geringere Corona-Beschränkungen und eine stärkere Konjunkturerholung wahrscheinlicher.

Etwas Unterstützung erhielten sichere Anlagen am Dienstag durch schwache Konjunkturdaten aus Deutschland. Die ZEW-Konjunkturerwartungen gaben im November deutlich nach. Als wesentlicher Grund wurde die zweite Corona-Infektionswelle genannt, die erneut spürbare Beschränkungen des öffentlichen Lebens und damit konjunkturelle Belastung mit sich bringt.