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Der verrückte Grund, warum so viele Hochhäuser in Hongkong Löcher haben

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Wer schon einmal in Hongkong unterwegs war, hat es vielleicht bemerkt: Die Skyline der Stadt hat Löcher. In viele der etwa 1300 Hochhäuser der chinesischen Metropole sind riesige Lücken eingebaut. Was steckt dahinter?

Repulse Bay is one of the most luxury area of Hong Kong. These building are for rich Hong Kong Citizens.
Viele Hochhäuser haben derartige Löcher, sogenannte "Dragon Gates" (Bild: Getty Images)

Bei den Löchern handelt es sich weder um eine architektonische Modeerscheinung noch um Terrassen oder Aussichtsplattformen. Tatsächlich sind die Lücken überhaupt nicht für Menschen gedacht.

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“Dragon Gates” - Drachentore - werden die Löcher genannt und geben damit bereits einen entscheidenden Hinweis auf ihren Zweck. Dahinter steckt ein Feng-Shui-Prinzip, das Drachen erlauben soll, jeden Tag von den Bergen zum Meer zu fliegen und abends wieder nach Hause. Dafür nehmen die Chinesen auch einen Verlust von Wohnraum in Kauf - denn nach ihrem Aberglauben bringt es Unglück, einem Drachen den Weg zu versperren. Nimmt er seinen Weg mitten durch das Gebäude, fließt hingegen positive Energie durch alle Räume.

Feng Shui nach wie vor ein wichtiger Teil chinesischer Architektur

Feng Shui nennt sich die traditionelle, fernöstliche Lehre der Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung, wobei die Bauweise und Einrichtung von Gebäuden eine entscheidende Rolle spielt. Obwohl sie im Westen weitestgehend als Aberglaube gesehen wird, nimmt sie in China immer noch einen großen Stellenwert ein. In Hongkong investieren immer noch viele Unternehmer in einen Feng-Shui-Berater, die dafür sorgen soll, dass das Gebäude einen perfekten Energiefluss hat.

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Kein Platz für Drachen, stattdessen scharfe Kanten auf der Fassade: Die Bank of China wird immer wieder wegen schlechten Feng Shuis kritisiert (Bild: Getty Images)

Selbst Architekten und Investoren, die nicht an Feng Shui glauben, nutzen die Lehre als Vorgabe für gutes Design. Was ansonsten passieren kann, musste Star-Architekt I. M. Pei erleben, der heftige Kritik für sein Design der Bank of China erntete.

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Er habe bei dem Hochhaus entscheidende Regeln des Feng Shui missachtet - Experten der Lehre beschuldigten ihn sogar, mit den scharfkantigen Dreiecken, die die Fassade schmücken, den Energiefluss der umliegenden Gebäude zu “durchschneiden”. Geht ein naheliegendes Unternehmen bankrott, wird das nicht selten dem schlechten Feng Shui des Bank of China Tower in die Schuhe geschoben.

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