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Denk dran: Politische Börsen haben kurze Beine

·Lesedauer: 2 Min.

Die Börsen könnten jetzt wieder einmal vermehrt politisch geprägt sein. Zumindest kurzfristig orientiert. Mit Blick auf die Bundestagswahl und die Ergebnisse ist eines jedenfalls klar: Dass noch nichts klar ist. Es gibt keinen so richtigen Wahlsieger, zwei mögliche Bundeskanzler, die sich schon an der Spitze der zukünftigen Regierung sehen. Sowie taktierende Grüne und Liberale, die sich in gewisser Weise aussuchen können, ob sie sich in ein rotes oder ein schwarzes gemachtes Bett legen wollen.

Anleger mögen Unsicherheit nicht. Insofern könnte es zu Volatilität kommen. Oder auch nicht, das ist, während ich diese Zeilen schreibe, noch nicht absehbar. Aber eines weiß ich auf jeden Fall: Dass das Sprichwort „politische Börsen haben kurze Beine“ auch an dieser Stelle greift.

Politische Börsen haben kurze Beine: Was heißt das?

Vielleicht kennst du das Sprichwort, wonach politische Börsen kurze Beine haben, noch nicht. Ist auch nicht schlimm, denn in den letzten Jahren gab es eigentlich kaum mehr einen Anlass für diese Aussage. Allerdings hat sie sich schon so manches Mal als wahr herausgestellt.

Im Endeffekt besagt die Aussage, dass politische Themen den Aktienmarkt kurz prägen können. Beispielsweise die Wahl Donald Trumps, auf die Anleger im Jahre 2016 wenig gefasst gewesen sind. Aber eben auch, dass ein solches Momentum häufig nicht lange anhält.

Blicken wir zurück auf die Wahl des US-Präsidenten und den spontanen Wahlsieger Donald Trump. Auch hier sind die Aktienmärkte kurzerhand sehr stark am darauf folgenden Tag korrigiert. Nur um später am gleichen Handelstag noch signifikant in die Höhe zu schießen. Anhand dieser Tendenz können wir ableiten: Die Investoren mögen Unsicherheiten nicht. Auch Überraschungen können sie wenig abgewinnen. Im Endeffekt führt das so manches Mal zu vorschnellen Reaktionen. Aber vor allem bei der Politik zu der Erkenntnis, dass politische Börsen dann doch nicht lange den Aktienmarkt prägen.

Kaum fundamentale Gründe

Dass politische Börsen sehr häufig kurze Beine haben, hängt mit ihrer Natur zusammen. Natürlich können eine neue Regierung und neuer Wind etwas verändern. Allerdings besinnt sich der breite Markt früher oder später darauf, was relevanter ist: die fundamentale Stärke von Aktien. Beziehungsweise die Bewertung oder auch ein Wachstum, wenn es das denn gibt. Diese Dinge bleiben jedenfalls für den Erfolg oder Misserfolg entscheidender, früher oder später realisieren die Investoren das wieder.

Insofern: Mach dich vielleicht bereit für ein wenig politische Börse. Doch bedenke, dass auch sie grundsätzlich kurze Beine haben könnte. Mit all den Erkenntnissen, die du daraus für deinen langfristig orientierten, Foolishen Buy-and-Hold-Ansatz vernehmen kannst. Ein Dip, sofern er kommt, könnte schließlich auch eine willkommene Nachkaufchance sein.

Der Artikel Denk dran: Politische Börsen haben kurze Beine ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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