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Die Demokratie hat zu kämpfen, weltweit

Die Demokratie hat es schwer, weltweit. Das schwedische IDEA Institut - eine zwischenstaatliche Organisation mit dem Ziel der weltweiten Demokratieförderung – fasst in seinem Bericht mit Sorge zusammen, dass sich immer mehr Länder von der Demokratie entfernen und dem Autoritarismus zuwenden. Und es sind nicht nur junge und instabile Länder, sondern auch gewachsene Nationen wie Indien oder die Vereinigten Staaten.

Europa insgesamt steht recht gut da, und Länder wie Slowenien und Moldawien haben in bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Allerdings zeigen sich Risse im demokratischen Fundament: der Populismus wächst, Gesellschaften polarisieren sich, manche misstrauen den Medien, demokratische Wahlen werden angezweifelt.

Autoritäre Strömungen werden stärker, protestbewegte Bürger suchen nach anscheinenden Alternativen:

Unzufriedenheit zeigt sich in einer sehr polarisierten politischen Haltung, die Botschaften rechtsextremer Parteien aufgreift.

Die Studie zeigt: weltweit ist die Hälfte der demokratischen Regierungen im Niedergang, und die meisten Regime werden noch autoritärer. Freie Presse, faire Wahlen, parlamentarische Kontrolle und Minderheitenrechte sind essentiell für eine Gesellschaftsform, die von ihren Bürgern gelebt und verteidigt werden muss, damit sie stabil bleibt. Die Menschen müssen wissen, dass ihre Stimme Gehör findet, sonst wenden sie sich ab und suchen andere, tendenziell undemokratische Wege, sich durchzusetzen.

Aber: Weltweit verteidigen Menschen ihre - oft erkämpften - demokratischen Rechte, wenn sie bedroht sind:

Der Klimandel schafft Fakten, die Politik reagiert zu zögerlich. Das menschheitsbedrohende "Weiter so" wird aber nicht sprachlos hingenommen.

Ukrainer widersetzen sich dem Angriffskrieg, iranische Frauen kämpfen gegen eine religiöse Diktatur, Chinesen protestieren gegen die Null-Covid-Politik ihrer Regierung.

Demokratie ist zerbrechlich – sie lebt von Wachsamkeit und Engagement, jedes einzelnen, so die Botschaft.