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Debatte um Präsenzunterricht nach Schulferien: Wie geht es nach den Sommerferien weiter?

·Lesedauer: 3 Min.

Wie geht es nach den Sommerferien in den Schulen weiter? Angesichts steigender Corona-Inzidenzwerte schwillt auch die Debatte um den Präsenzunterricht in Schulen nach den Ferien wieder an. Politiker und Politikerinnen verschiedenster Parteien fordern einen besseren Schutz der Jüngsten.

SPD-Chefin Saskia Esken hat etwa einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen auch durch Einschränkungen seitens geimpfter Erwachsenen gefordert. "Die Gesundheit ebenso wie die Bildungs- und Entwicklungschancen der jungen Generation müssen jetzt im Vordergrund stehen", sagte Esken in den Sonntagsausgaben der Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die junge Generation hat jetzt mehr als ein Jahr aus Rücksicht auf die ältere Generation auf vieles verzichtet, jetzt darf sie dieselbe Rücksichtnahme von den überwiegend geimpften älteren Erwachsenen erwarten."

Konkret forderte die SPD-Chefin etwa, sich weiter an die Hygieneregeln zu halten, um Kinder und Jugendliche zu schützen, die derzeit noch nicht geimpft werden könnten. "Großveranstaltungen mit Tausenden Besuchern wie der Fußball, wo erschreckend wenig Bereitschaft zur Hygienedisziplin gezeigt wird, sollten wir nicht akzeptieren." Tests für Reiserückkehrer und für nicht Geimpfte in Betrieben müssten weiterhin aufrechterhalten werden.

"Wir dürfen nicht noch mehr Zeit verlieren in dem Irrglauben, Kinder und Jugendliche seien nicht gefährdet", sagte Esken. "Durch den fehlenden Impfschutz sind die Infektionszahlen bei Kindern und Jugendlichen weiterhin doppelt so hoch wie in der Altersgruppe über 50 Jahren." Gleichzeitig warnt sie vor Long-Covid: Langzeitfolgen von Covid-19 könnten jungen Menschen eine Zukunft für lange Zeit verbauen.

Göring-Eckardt fordert Kita- und Schulgipfel

Auch Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sieht beim Nachwuchs Handlungsbedarf. "Wir laufen mit Ansage in einen zweiten Corona-Herbst, und wieder unternimmt die Bundesregierung viel zu wenig, um Kitas und Schulen zu sichern. Kinder, Jugendliche und ihre Familien drohen erneut, vergessen zu werden", sagte sie den Funke-Zeitungen. Sie fordert etwa einen zeitigen Kita- und Schulgipfel, "damit sich dieses Planungsversagen nicht wiederholt". Auf einem solchen Gipfel sollte dann auch eine bessere Ausstattung der Kindertagestätten und Klassenräume besprochen werden, unter anderem auch mit Luftfiltern. Der Einbau der Filteranlage gehe zu langsam voran. Außerdem fordert sie einen Ausbau der Tests sowie eine einheitliche Maskenpflicht.

Bundesfamilien- und Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) äußerte sich gegenüber der Zeitung "Welt" und verteidigte die Maskenpflicht: „Stundenlanges Maskentragen in den Klassenräumen ist sehr belastend, aber noch notwendig, um einen sicheren Schulbetrieb zu gewährleisten.“

Schäuble für Impfungen von Jugendlichen aus

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sprach sich für die Impfung von Jugendlichen aus.„Man sollte Jüngere impfen, wenn sie es wollen. Wenn wir es durch Impfungen der 12- bis 17-Jährigen schaffen, dass wir Einschränkungen im Schulbetrieb vermeiden, dann ist das ein gewichtiges Argument", sagte er gegenüber der "Bild am Sonntag". Bevor erneut riskiert werde, die Schulen wieder zu schließen, sei er dafür, in geschlossenen Räumen weiter Masken zu tragen.

Bislang gibt es für Kinder unter 12 Jahren noch keinen zugelassenen Impfstoff. Laut Robert Koch-Institut sind bisher vier Prozent der unter 18-Jährigen mindestens einmal und 1,8 Prozent vollständig geimpft. Bisher empfiehlt die Ständige Impfkommission nur die Impfung von 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen, eine generelle Impfempfehlung für diese Altersgruppe gibt es noch nicht.

Mit Material der dpa

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