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Debatte um Kindergrundsicherung: Lindner weist auf Erhöhungen hin

BERLIN (dpa-AFX) -In der Debatte über die geplante Kindergrundsicherung und die finanzielle Belastung von Familien hat Finanzminister Christian Lindner auf jüngste Erhöhungen hingewiesen. Beim Kindergeld habe es gerade das größte Plus seit 1996 gegeben, der Kinderzuschlag sei ebenfalls gestiegen, dazu komme ein Sofortzuschlag für von Armut betroffene Kinder, erklärte er am Montag auf Twitter. "Insgesamt sieben Milliarden Euro jährlich mehr setzen wir für die Bekämpfung von Kinderarmut ein", betonte er. Jetzt gehe es darum, mit jedem Euro das Maximale zu erreichen. "Viele Leistungen werden nicht abgerufen, weil sie unbekannt oder kompliziert sind. Das zu ändern sollte die Priorität sein."

Die Bundesregierung streitet seit längerem über eine Reform bei den staatlichen Leistungen für Familien. Die bisherigen Zahlungen sollen in der sogenannten Kindergrundsicherung zusammengefasst werden. Außerdem sollen sie mehr Berechtigte erreichen. Ob das auch eine milliardenschwere finanzielle Aufstockung bedeuten soll, ist wegen der schwierigen Haushaltslage vor allem zwischen Grünen und FDP umstritten. Familienministerin Lisa Paus (Grüne) hatte einen Bedarf von zwölf Milliarden Euro angemeldet.

Am Montag hatte Paus eine Erhebung vorgestellt, nach der 70 Prozent der Eltern minderjähriger Kinder stark unter der Inflation leiden. Fast jeder zweite Befragte gab zudem an, sich in seinem Alltag eingeschränkt zu fühlen. Geringverdienende Alleinerziehende müssten mehr als sieben Prozent ihres Haushaltseinkommens für die inflationsbedingten Preissteigerungen aufbringen.