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Dax nimmt Rekordhoch ins Visier – Gamestop-Revolution ist beendet

·Lesedauer: 5 Min.

Börsianer hoffen auf eine positive Überraschung bei den US-Arbeitsmarktdaten am heutigen Freitag. Das verheißt für den Handelsverlauf nichts gutes.

Auf der Unterseite steht die Marke von 13.500 Punkten im Fokus. Foto: dpa
Auf der Unterseite steht die Marke von 13.500 Punkten im Fokus. Foto: dpa

Die freundliche Stimmung in dieser Handelswoche bleibt den Anlegern auch am heutigen Freitag erhalten. In der ersten Handelsstunde verteidigt der Dax das hohe Niveau und notiert bei 14.053 Punkten. Damit ist der deutsche Leitindex nur rund 80 Zähler vom Rekordhoch entfernt, dass der deutsche Leitindex am 8. Januar mit 14.132 Punkten erreichte.

Diese Handelswoche ist sehr erfreulich verlaufen, bislang schloss das Börsenbarometer jeden Tag im Plus. Am gestrigen Donnerstag ging er mit einem Zuwachs von 0,9 Prozent und einem Endstand von 14.060 Zählern aus dem Handel.

Es stehen spannende Handelstage bevor. Welche Ansicht über die weitere Dax-Kursentwicklung setzt sich durch? Laut technischer Analyse wäre ein neues Jahreshoch ein prozyklisches Kaufsignal, das weitere Käufe nach sich ziehen dürfte. Für die technischen Analysten der Bank HSBC wird vermutlich das bisherige Allzeithoch bei 14.132 Zählern noch nicht das Ende der Rally sein, das (Mindest-)Kursziel liegt nach deren Berechnungen bei gut 14.300 Punkten.

Eine entgegengesetzte Meinung vertritt derzeit die Sentimentanalyse, die eher schwäche Kurse signalisiert. Laut der Umfrage der Börse Frankfurt würden spätestens im Bereich von 14.150 sowie 14.200 Zählern die Anleger Gewinne mitnehmen, die Kurse also wieder fallen. Und der anschließende Kursrutsch könnte heftig werden, weil extrem viele Anlageprofis in der vergangenen Handelswoche gekauft haben. Dadurch fehlt entsprechend stützende Nachfrage und nur wenige Akteure sind bereit, diese neuen Positionen ins Minus rutschen zu lassen.

Auch wenn der Einfluss der Konjunkturdaten angesichts der Corona-Pandemie etwas in den Hintergrund getreten ist, die heutigen US-Arbeitsmarktdaten könnten den Handelsverlauf wieder beeinflussen. Analysten rechnen für Januar im Schnitt mit 50.000 neu geschaffenen Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft. Im Vormonat waren 140.000 Jobs abgebaut worden.

„Börsianer hoffen auf eine positive Überraschung“, schreibt dazu eine Nachrichtenagentur. Doch aus den Worten „Hoffnung von Börsianern“ lässt sich nur eines ableiten: Viele Investoren haben bereits im Vorfeld der US-Arbeitsmarktdaten gekauft. Was wiederum bedeutet, die Zahlen des Arbeitsmarktes haben ein mögliches Überraschungspotenzial für fallende Kurse.

Die Gründe für Käufe im Vorfeld der Marktdaten liegen auf der Hand: Bereits die Zahlen der privaten Arbeitsagentur ADP am Mittwoch haben für eine positive Überraschung gesorgt und die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe vom gestrigen Donnerstag signalisierten ebenfalls eine Entspannung.

Das Ende der Gamestop-Revolution

Die Gamestop-Revolution hat ihr vorläufiges Ende gefunden. Mit Kursen von rund 48 Euro notiert das Papier auf einem Niveau von Mitte Januar, dem Startzeitpunkt für die exorbitanten Kursturbulenzen. Auch die Lage bei den Hedgefonds hat sich beruhigt. Deren Shortquote ist laut den Daten des Finanzanbieters S3 wieder auf 15 Prozent gesunken.

Zu Hochzeiten lag dieser Wert bei 140 Prozent aller frei handelbarer Aktien, was nur durch den Einsatz von Derivaten und Weiterverleihung bereits geliehener Aktien möglich gewesen war. Solch ein gieriges Verhalten hatten die Kleinanleger ausgenutzt und die Shortseller mit massiven Käufen unter Druck gesetzt.

Denn bei solch einem Shortselling stehen Hedgefonds bei steigenden Kursen unter Kaufdruck. Denn sie haben sich zuerst die Aktie geliehen und verkauft und warten anschließend auf fallende Kurse, um die Aktie wieder zu kaufen und zurückzugeben.

Viele Privatanleger, die sich mit dem Kauf von Gamestop-Aktien eine hohe Rendite erhofft hatten, kehren auf den Boden der Tatsachen zurück. „Ich war am Allzeithoch bei etwas mehr als 20.000 Euro realisiertem Gewinn“, schreibt ein Anleger auf der deutschen Version des Reddit-Forums „wallstreetbets“, einfach übersetzt mit „mauerstrassenwetten“. Übriggeblieben sei ein Minus von 2000 Euro.

Die Kursverluste gehen am deutschen Markt weiter. Auf der Handelsplattform Tradegate verliert das Gamestop-Papier weiter zwei Prozent. Am US-Aktienmarkt rutschte die Aktie am gestrigen Donnerstag rund 42 Prozent ab.

Blick auf die Einzelwerte

Deutsche Post: Ein positiver Analystenkommentar gibt der Aktie Auftrieb. Die Papiere des Brief- und Paket-Zustellers steigen um 1,5 Prozent auf 41,80 Euro. Die Experten der Investmentbank Jefferies haben ihr Kursziel für die Papiere auf 52 von 48 Euro angehoben.

Talanx: Die Corona-Pandemie hat den Versicherer im abgelaufenen Jahr 1,5 Milliarden Euro gekostet. Obwohl damit im vierten Quartal noch einmal fast eine halbe Milliarde Euro an Schäden hinzukam, erfüllte Talanx die eigenen Gewinnerwartungen. Die Aktie gibt zur Eröffnung 0,6 Prozent nach.

Was die Dax-Charttechnik sagt

Das nächste Ziel auf der Oberseite das Rekordhoch mit 14.132 Zählern der nächste wichtige Bereich. Für die technischen Analysten der Bank HSBC dürfte das bisherige Allzeithoch aber noch nicht das Ende der Rally sein, das (Mindest-)Kursziel liegt nach deren Berechnungen bei gut 14.300 Punkten.

Der Rutsch am vergangenen Freitag unter die wichtige Marke von 13.500 Punkten zum Handelsschluss war offensichtlich nur ein „Ausrutscher“. Der deutsche Leitindex hat die Wiedereroberung dieses Bereichs am vergangenen Montag quasi als Sprungbrett für höhere Notierungen genutzt.

Als neue Unterstützung ist die Aufwärtskurslücke vom vergangenen Dienstag hinzugekommen. Solche Lücken entstehen, wenn der höchste Stand eines Handelstags unter der tiefsten Notierung des Folgetags liegt. Sie sind quasi eine Neubewertung des Markts, weil es zwischen der Lücke keinen Handel gab.

Diese Lücke in Zahlen: Am Montag dieser Woche lag der höchste Dax-Kurs bei 13.648 Zählern, die niedrigste Notierung am Dienstag bei 13.693 Punkten. Wichtiger ist allerdings der Bereich um 13.500 Zähler.

Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax.

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