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Dax setzt Erholung am US-Wahltag fort

·Lesedauer: 3 Min.
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Tag der US-Präsidentschaftswahl seine Erholung schwungvoll fortgesetzt.

Es werde darauf gesetzt, dass die Wahl Klarheit bringe und die Unsicherheit der vergangenen Tage dadurch vertreibe, kommentierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets.

Zudem werde weiter auf die US-Notenbank (Fed) vertraut. «Egal, wie sich nach dem Wahltag die politischen Mehrheiten in den USA verschieben werden, die Fed dürfte in jedem Fall Wirtschaft und Finanzmärkte weiter stützen, während die Wall Street vom anhaltenden Gewinnwachstum im Technologiesektor profitieren sollte.»

Der deutsche Leitindex schloss am Dienstag mit plus 2,55 Prozent auf 12.088,98 Punkte auf seinem Tageshoch. Seit seinem Tief bei 11.450 Punkten am Freitag hat er nun bereits wieder um 5,6 Prozent zugelegt. In der vergangenen Woche hatten die hochschnellenden Corona-Neuinfektionen und die daraufhin erfolgten neuen Teil-Lockdowns in europäischen Ländern die Börsen in ganz Europa und auch in den USA schwer belastet.

Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel rückte am Dienstag um 1,89 Prozent auf 26 571,82 Punkte vor. Auch europaweit war die Stimmung an den Aktienbörsen wieder sehr optimistisch.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 überwand kurzzeitig wieder die Marke von 3100 Punkten. Letztlich beendete er den Handel jedoch knapp darunter bei 3098,72 Zählern. Damit legte er um 2,62 Prozent zu. Gewinne von mehr als 2 Prozent verzeichneten auch die Börsen in Paris und London sowie in Spanien und in der Schweiz. In Italien ging es sogar um über 3 Prozent nach oben. In den USA legten der Dow Jones Industrial und die technologielastigen Nasdaq-Börsen zum europäischen Börsenschluss ebenfalls um etwas mehr als 2 Prozent zu.

In der Berichtssaison ging es in Deutschland weiter mit Zahlen von Bayer aus dem Dax sowie einigen weiteren Unternehmen aus MDax und SDax. Bayer erlitt wegen eines schwierigen Agrargeschäfts auch im dritten Quartal einen Milliardenverlust und verfehlte sogar die zuletzt gekappten Markterwartungen. Im Zuge der am späten Nachmittag zunehmenden Börseneuphorie schüttelten die Papiere dennoch ihre Tagesverluste ab. Sie legten letztlich um 0,4 Prozent zu.

Die allgemein als Corona-Krisenverlierer geltenden Aktien aus dem Luftfahrtsektor stiegen indes besonders deutlich. Im Dax nahmen die Titel des Triebwerksherstellers MTU mit plus 5,5 Prozent die Spitze ein. Im MDax waren der Flugzeugbauer Airbus mit plus 5,1 Prozent, der Flughafenbetreiber Fraport mit plus 5,3 Prozent und die Fluggesellschaft Lufthansa mit plus 5,6 Prozent die besten Werte. Dagegen hatten diesmal die Krisengewinner das Nachsehen: Die Papiere des Kochboxenversenders Hellofresh etwa verloren 1,2 Prozent. Teamviewer sanken am MDax-Ende um 2,0 Prozent und Shop Apotheke verloren 1,2 Prozent.

Die Aktien des Stahlhändlers Klöckner & Co gewannen nach vorgelegten starken Quartalszahlen im SDax 2,9 Prozent, während Salzgitter ihre Gewinne wieder abgaben und 0,4 Prozent schwächer schlossen. Auslöser waren die konkretisierten Jahresziele des Stahlherstellers. «Jeder Bereich des Unternehmens außer Aurubis wird wahrscheinlich im negativen Bereich bleiben», kommentierte Analyst Christian Obst von der Baader Bank. Krones indes setzten nach vorgelegtem Quartalsbericht samt eines erfreulichen Auftragseingangs für den Abfüllanlagen-Hersteller ihre Kurserholung mit Schwung fort und beendeten den Handelstag gut drei Prozent höher.

Der Euro erholte sich etwas von seinen jüngsten Verlusten und wurde am frühen Abend mit 1,1731 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1702 (Montag: 1,1652) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8546 (0,8582) Euro. Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von minus 0,62 Prozent am Vortag auf minus 0,63 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,04 Prozent auf 146,54 Punkte. Der Bund-Future gab am Abend um 0,14 Prozent auf 176,00 Punkte nach.