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DAX vor Korrektur oder Crash? Es könnte mehr notwendig sein als „bloß“ COVID-19!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
Broker schlägt Hände vor rotem Chart über den Kopf Börsencrash schlechte Performance
Broker schlägt Hände vor rotem Chart über den Kopf Börsencrash schlechte Performance

Der DAX korrigiert am Donnerstag dieser Woche. Zwischenzeitlich kämpfte der heimische Leitindex sogar mit der Marke von 12.600 Punkten. Allerdings ist der Tag noch nicht gelaufen, während ich diese Zeilen schreibe.

So mancher Investor wird sich jetzt erneut eine prägende Frage stellen: Handelt es sich hierbei um den Beginn einer Korrektur? Oder möglicherweise sogar eines ausgewachsenen Crashs? Vielleicht sogar so, wie wir ihn zu Anfang dieses Jahres erlebt haben? Spannende Fragen. Belastbare Antworten werden wir allerdings im Nachhinein wissen.

Wenn du mich fragst, könnte COVID-19 allerdings nicht ausreichend für einen zweiten Börsencrash sein. Warum, fragst du dich? Ganz einfach: Weil eine Komponente fehlt. Nämlich die Überraschung, die die Märkte kalt erwischt.

DAX vor COVID-19-Crash? Neu ist das nicht …

Als Auslöser für die kleinere Korrektur am Donnerstag dieser Woche werden jedenfalls die erneut steigenden Fallzahlen genannt. Rund 6.600 Menschen hätten sich hierzulande innerhalb von 24 Stunden mit dem Virus infiziert. Oder aber zumindest einen positiven Test gehabt. Wie auch immer, das ist einerlei: Das reicht jedenfalls, um die Märkte zum Beben zu bringen.

Aber ist das überraschend? Eigentlich nicht sonderlich. Die Fallzahlen werden schließlich seit Wochen, ja, seit Monaten Tag für Tag aktualisiert. Jeder Investor konnte sehen, was sich hier tut. Auch eine steigende Kurve der Ergebnisse konnten wir in den letzten Tagen bereits beobachten. Zuvor wurden schließlich schon die Marken von 2.000, dann 3.000 und zuletzt von über 4.000 positiven Testungen gerissen. Eine Überraschung oder neu ist das jedenfalls nicht.

Der breite Markt könnte daher eigentlich relativ gefasst auf diese neuen Erkenntnisse reagieren. Eine hohe Bewertung als weiteren Belastungsfaktor können wir zwar ebenfalls identifizieren. Genauso wie eine zuvor gestiegene Euphorie, was Aktien angeht. Auch ein Lockdown könnt in Anbetracht neuer Corona-Regeln eine Option sein, die in den breiten Markt eingepreist wird. Aber überraschend sollte all das wiederum nicht sein.

Warum das wichtig ist, fragst du dich? Ganz einfach: Für einen größeren Crash braucht es häufig ein Überraschungsmomentum. Einen sogenannten schwarzen Schwan, der viele Investoren in Summe eiskalt erwischt. Diese Funktion dürfte COVID-19 eigentlich nicht mehr erfüllen. Zumal das Virus seit inzwischen über einem halben Jahr über den Märkten schwebt.

Eher eine Korrektur …?

Das spräche für mich zumindest dafür, dass es sich bei der jetzt eintretenden DAX-Volatilität eher um eine Korrektur handeln könnte. Ein kleinerer, neuer Auslöser für eine kleinere Abwärtsdynamik. Das wäre zumindest meine Theorie zur aktuellen Marktverfassung.

Was jedoch wichtiger ist: Egal ob Börsencrash oder Korrektur: Im Endeffekt halte ich weiterhin an meinen Foolishen Prinzipien fest. Das heißt, starke Aktien zu identifizieren, sie günstig zu kaufen und möglichst lange zu halten. Ein Ansatz, der nicht nur über Jahre und Jahrzehnte erfolgserprobt ist. Nein, sondern auch deinen Blick für das Wesentliche schult und dich erkennen lässt: Eine Korrektur oder auch ein Börsencrash sind, im historischen Rückblick, eigentlich relativ unwichtige Ereignisse.

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