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DAX-Konzerne verbuchen Rekordumsatz

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Stuttgart (dapd). Die deutschen DAX (Xetra: ^GDAXI - Nachrichten) -Konzerne haben im dritten Quartal einen Rekordumsatz eingefahren. Nie zuvor setzten die 30 Unternehmen zwischen Juli und September mehr um. 295 Milliarden Euro betrugen die Gesamterlöse, elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young vom Freitag hervorgeht.

Allerdings sanken die Gewinnmargen. Das operative Ergebnis (Ebit) betrug insgesamt 16,2 Milliarden Euro und lag damit 37 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hauptgrund für den Rückgang waren Sondereffekte bei einem Unternehmen: Die Wertberichtigungen der Deutschen Telekom (Xetra: 555750 - Nachrichten) auf die USA-Tochter in Höhe von 7,4 Milliarden Euro zogen den Schnitt nach unten. Ohne diesen Effekt wäre das operative Ergebnis um vier Prozent gewachsen.

Die deutlichsten Gewinnsprünge machten der Rückversicherer Munich Re und der Energieversorger RWE mit einem Plus von jeweils 71 Prozent. Bei den absoluten Zahlen setzte sich jedoch der Allianz-Konzern mit einem Ebit von 2,53 Milliarden Euro an die Spitze. Bei fast der Hälfte der 30 Konzerne war das operative Ergebnis jedoch rückläufig.

Beim Umsatz wiesen lediglich drei Unternehmen eine negative Entwicklung auf: Infineon (Xetra: 623100 - Nachrichten) , Lanxess (Xetra: 547040 - Nachrichten) und die Deutsche Börse. Den deutlichsten Umsatzzuwachs mit einem Plus von 27 Prozent hatte der Volkswagen (Xetra: 766400 - Nachrichten) -Konzern, der auch absolut mit einem Umsatz von 48,85 Milliarden Euro an der Spitze lag.

Europa büßt an Bedeutung ein

Für die Unternehmen büßte Europa an Bedeutung ein. Sie erwirtschafteten genau die Hälfte ihres Umsatzes in Europa, im Vorjahresquartal betrug der Anteil noch 53 Prozent. Zwar wuchs der Umsatz auf dem Kontinent absolut um fünf Prozent. In Nordamerika betrug das Wachstum allerdings fast ein Viertel.

"Die schwache Konjunkturentwicklung in Europa bremst die Entwicklung der DAX-Unternehmen zwar", sagte Thomas Harms, Partner bei Ernst & Young. Dank ihrer globalen Aufstellung hätten sich viele Unternehmen aber von der Entwicklung abkoppeln können.

Harms zog trotz der schwachen Margenentwicklung ein positives Fazit. "Die DAX-Unternehmen zeigen sich insgesamt nach wie vor in guter Form. Einige Unternehmen haben sich trotz der schwierigen Rahmenbedingungen sogar hervorragend entwickelt", sagte er.

Das zeigt sich auch am Personalaufbau. Am 30. September arbeiteten 3,51 Millionen Beschäftigte für die Unternehmen. Das entspricht einem Zuwachs von zwei Prozent.

Allerdings bereiteten einige Unternehmen derzeit Kostensenkungsprogramme vor oder setzten diese bereits um, sagte Harms. "Das Jahr 2013 dürfte ungemütlich werden", fügte er hinzu. "Die Unternehmen arbeiten daher mit Hochdruck daran, sich schlanker aufzustellen, um so besser durch die Krise zu kommen."

dapd

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