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DAX vor 15.000 Punkten: 1 Grund, warum der Trend nicht nachhaltig ist

Stefan Naerger, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.

Der DAX ist aus seiner Lethargie erwacht. So scheint es jedenfalls.

In der Vergangenheit war der deutsche Leitindex vor allem für seine Minderleistung gegenüber der US-amerikanischen Konkurrenz bekannt. Aber hoppla! Auf Sicht der letzten 3 Monate steht der DAX mit 10 % im Plus. US-Kollege S&P 500 verteuerte sich im selben Zeitraum lediglich um 8 % (Stand für diese und alle weiteren Zahlen: 15.03.2021).

Mittlerweile flirtet der DAX mit der Marke von 15.000 Punkten. Vor gut einem Jahr wurden noch weniger als 9.000 Punkte gemessen.

Ist jetzt etwa das goldene Zeitalter deutscher Aktien angebrochen? Nein, das denke ich nicht. Der DAX steigt aus einem bestimmten Grund – und der ist nicht nachhaltig.

Der DAX kann aus vielen Gründen steigen

Der DAX wird oft als Gesundheitsindikator der deutschen Wirtschaft betrachtet. Steigt der Index, ist man hierzulande offenbar innovativ und geschäftstüchtig.

Unter den DAX-Konzernen befinden sich ohne Zweifel viele Kandidaten, die einiges zu bieten haben. Know-how, Innovation, Produktivität – alles bestens!

Langfristig kann der DAX seine Bewertung selbstverständlich nur rechtfertigen, wenn die DAX-Mitglieder eine entsprechende Leistung erbringen. Doch kurz- bis mittelfristig kann der DAX auch aus ganz anderen Gründen steigen (oder fallen).

Alles läuft nach Plan

Das intelligente Geld an den US-Terminbörsen hat den Braten früh gerochen. Seit Herbst 2020 wetten die Insider auf einen schwächeren Euro.

Erst im Januar 2021 fand der Euro im Vergleich zum US-Dollar sein Zwischenhoch bei einem Wechselkurs von 1,23 Euro/US-Dollar. Seitdem läuft genau der Plan, auf den sich das intelligente Geld seit Herbst letzten Jahres mit Rekordpositionen vorbereitet hat.

Mittlerweile wird für einen US-Dollar lediglich 1,19 Euro verlangt. Das ist ein Verlust von 3,5 % zum Zwischenhoch.

Das Spiel an den Devisenmärkten dürfte noch einige Zeit weitergehen. An den Terminbörsen hat sich die Lage nicht beruhigt. Ich erwarte einen Rutsch, der mindestens bis zur Marke von 1,10 Euro/US-Dollar gehen wird.

US-Investoren und Schäppchenjäger treiben den DAX

Die DAX-Unternehmen sind nur im Herzen deutsch. Der Umsatz kommt seit vielen Jahren zum überwiegenden Teil aus dem Ausland.

Dieses Ausland ist nicht nur die Eurozone, sondern die ganze Welt. Die hätte gerne gute Qualität zu einem günstigen Preis. Oder eben sehr gute Qualität zu einem stabilen Preis.

Wie auch immer: Eine schwächelnde Heimatwährung kann sich sehr positiv auf die Außenhandelsbilanzen der DAX-Konzerne auswirken.

Doch damit nicht genug. In Nordamerika wollen Billionen US-Dollar rentabel investiert werden. Die Aussicht auf ziemlich sichere 10 % dürfte viele US-Investoren mit US-Dollar-Reserven in den DAX gelockt haben.

Langfristig wird es schwierig

Aber ist das alles auch nachhaltig? Nein, das denke ich nicht. Wenn sich das Blatt auf den Devisenmärkten wendet, sind die frischen Milliarden genauso schnell verschwunden, wie sie gekommen sind.

Zudem könnte sich die Zeit der Euroschwäche endgültig dem Ende nähern. Ich denke, das ist der letzte kleine Impuls nach unten. Danach könnte der Euro über viele Jahre aufwerten.

Ist das schlecht für den DAX? Nicht zwangsläufig. Auch mit einer starken Deutschen Mark hat die deutsche Wirtschaft über Jahrzehnte geliefert. Doch so leicht wie jetzt wird es wahrscheinlich nie wieder.

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