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Daten aus Israel: Corona-Infizierte entwickeln häufiger eine Herzmuskelentzündung als Geimpfte

·Lesedauer: 3 Min.

Israel gehörte zu den Ländern, die zu Beginn der Impfkampagne ein besonders schnelles Impftempo vorlegten. Bis zum März 2021 war bereits die Hälfte Prozent der Bevölkerung vollständig immunisiert worden. Wissenschaftler konnten deshalb hier im "real world Setting" mögliche Impfkomplikationen untersuchen – wie etwa die Myokarditis, also eine Herzmuskelentzündung. Diese war in einigen Fällen von Ärzten nach einer Impfung beobachtet worden und später als seltene, aber mögliche Impfkomplikation von Forschern bestätigt worden.

Eine Analyse des größten Krankenversicherers des Landes zeigt nun, dass die Impfung das Risiko einer Herzmuskelentzündung zwar leicht erhöht – die Wahrscheinlichkeit jedoch trotzdem deutlich geringer ist, als eine Herzmuskelentzündung nach einer Covid-19-Infektion zu entwickeln. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden im "New England Journal of Medicine" veröffentlicht, wie das "Ärzteblatt" berichtet.

Die Zulassungsbehörden hatten zu Beginn der Impfkampagne gezielt nach Komplikationen gesucht, da die Impfstoffe in den klinischen Studien zwar als sicher eingestuft wurden, in der Regel jedoch gesunde Personen an den Studien teilnahmen und die Ergebnisse daher nicht auf die Gesamtbevölkerung übertragen werden konnten.

Das Team um den israelischen Wissenschaftler Ran Balicer vom Krankenversicherer Clalit analysierte daher die Daten von 884.828 Versicherten. Diese hatten bis zum 24. Mai mindestens eine Dosis des Vakzins von Biontech/Pfizer erhalten. Den Geimpften wurde eine gleiche Anzahl an Ungeimpften als Kontrollgruppe gegenübergestellt. Die Mediziner wollten in einer ersten Untersuchung herausfinden, ob es in den ersten drei Wochen nach der Impfung zu einer auffälligen Häufung von Erkrankungen kam.

Herzmuskelentzündungen treten bei Infizierten häufiger auf

Nach der Auswertung der Daten zeigte sich, dass es tatsächlich eine leichte Häufung von Herzmuskelentzündungen bei den Geimpften gab. Es kam unter den Geimpften in der Studie zu 21 Fällen. Bei der ungeimpften gesunden Kontrollgruppe waren es hingegen nur sechs Fälle. Auf 100.000 vollständig geimpfte Personen kommen somit in der Studie 2,7 Fälle von Myokarditis, die es ohne die Impfung wohl nicht gegeben hätte.

Des Weiteren traten in 78,4 Fällen von 100.000 eine Schwellung der Lymphknoten auf. Bei 100.000 geimpften Personen kam es zudem zu 15,7 Fällen von Herpes Zoster und in fünf Fällen zu einer Wurmfortsatzentzündung. Die beiden letzteren Erkrankungen lassen sich den Wissenschaftlern zufolge auf eine Reaktion des Immunsystems zurückführen.

In einer zweiten Analyse haben die Wissenschaftler dann aber untersucht, welche Komplikationen besonders häufig in den ersten sechs Wochen nach einer bestätigten Covid-19-Infektion auftraten. Und auch hier kam es vermehrt zu Herzmuskelentzündungen. Bei den Infizierten traten elf Fälle von Myokarditis auf 100.000 Infektionen auf. Zur Erinnerung: Bei den Geimpften waren es knapp drei gewesen.

Bei 125,4 Fällen der Covid-19-Erkrankten kam es außerdem zu einer Nierenschädigung und in 61,7 Fällen von 100.000 Infizierten zu einer Lungenembolie. Außerdem traten häufiger Venenthrombosen (43/100.000), Hirnblutungen (25,1/100.000) und Herzrhythmusstörungen (166,1/100.000) auf. Die Ergebnisse zeigen, dass das Risiko einer Herzmuskelentzündung nach einer Impfung ungleich kleiner ist, als die Wahrscheinlichkeit einer Myokarditis nach einer Covid-19-Infektion.

kh

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