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Dataguard sammelt 61 Millionen Euro für seine Sicherheits-und Compliance-Plattform

Die Dataguard-Gründer Thomas Regier (links) und Kivanc Semen. - Copyright: Miro Weber
Die Dataguard-Gründer Thomas Regier (links) und Kivanc Semen. - Copyright: Miro Weber

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Dataguard, ein Software-as-a-Service-Startup für Datenschutz, Informationssicherheit und Compliance, hat in einer Serie-B-Runde 61 Millionen Euro aufgebracht. Neben den Lead-Geldgebern Morgan Stanley Expansion Capital und dem Bestandsinvestor One Peak beteiligten sich auch einige Angel-Investoren an der Runde. Dataguard, das Büros in München, Berlin, London und Wien hat, will mit den neuen Mitteln seine Marktposition in Europa und den USA weiter ausbauen sowie sein Produktportfolio erweitern.

Das 2018 gegründete Unternehmen hat sich zu einem führenden Anbieter für Datenschutz, Compliance und Informationssicherheit für kleine, mittlere und größere Firmenkunden entwickelt. Dataguard bietet eine Software-Plattform, mit der Kunden ihre Compliance-Prozesse rund um Vorschriften wie die Datenschutzgrundverordnung verwalten können. Nach Angeben der Firma ist der jährlich wiederkehrende Umsatz im letzten halben Jahr acht Mal so schnell gewachsen wie im gleichen Zeitraum 2020. Dataguard hat derzeit rund 250 Mitarbeiter. [Mehr bei Dataguard.com]

Auf Gründerszene: Krisenalarm: An welchen Stellschrauben Gründer drehen können, um Tausende Euro weniger auszugeben, hat uns ein Insolvenzverwalter verraten. Spoiler: Entlassungen sind nicht immer zwingend nötig. [Mehr bei Gründerszene+]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Das Mobilfunk-Startup Gigs hat in einer Serie-A-Finanzierungsrunde rund 20 Millionen US-Dollar eingesammelt. Zu den Investoren gehören Gradient Ventures (ein Startup-Fonds von Google), Uber-CEO Dara Khosrowshahi und Max Tayenthal (N26-Mitgründer). Mit dem frischen Geld will das Startup sein Team von 35 Mitarbeitern vergrößern und die eigene Software weiterentwickeln. Gigs hat Standorte in Berlin und San Francisco. [Mehr bei Handelsblatt]

Kittyhawk, das fliegende Elektroauto-Startup von Google-Mitbegründer Larry Page, wird eingestellt. „Wir arbeiten noch an den Details, was als Nächstes kommt“, schrieb das Unternehmen in einem Linkedin-Beitrag. Kittyhawk wurde 2010 als Zee.Aero gegründet und präsentierte 2018 ein fliegendes Automodell namens Flyer, das eine Person bis zu 20 Meilen weit fliegen konnte. Im Jahr darauf kündigte das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit dem Flugzeughersteller Boeing an. Ein Kittyhawk-Sprecher sagte, die neue Ankündigung würde die Partnerschaft mit Boeing nicht beeinträchtigen. [Mehr bei Bloomberg, Techcrunch und CNBC]

Meta Platforms plant laut eines Medienberichts, seine Mitarbeiterzahl zu reduzieren, um die Kosten in den nächsten Monaten um zehn Prozent zu senken. Wie das „Wall Street Journal" berichtet, will sich Meta auf seine Kernprioritäten Kurzformvideos und das Metaverse konzentrieren und hat Teams neu organisiert und Projekte gekürzt. Bislang wurden keine Entlassungen angekündigt. [Mehr bei Wall Street JournalBloomberg und The Information]

Arbor Ventures, der Geldgeber von Fintech- und Shopping-Startups wie dem Ratenkreditunternehmen Tabby und der Amazon-Markenfabrik Heyday, hat 193 Millionen US-Dollar für seinen bisher größten Fonds bereitgestellt. Die in Singapur ansässige VC-Gesellschaft konzentriert sich auf Startups im Bereich Finanztechnologie in der Frühphase. Ihr Portfolio umfasst Startups, die an KI, Gesundheitswesen, Krypto- und Buy-Now-Pay-Later-Angeboten arbeiten. Obwohl Arbor seinen Hauptsitz in Südostasien hat, unterstützt das Unternehmen Startups auf der ganzen Welt. [Mehr bei Techcrunch]

Die Krypto-Börse FTX von Sam Bankman-Fried befindet sich laut „CNBC“ in Gesprächen mit Investoren, um bis zu eine Milliarde US-Dollar an neuen Finanzmitteln aufzubringen. Dies würde die Bewertung des Unternehmens mit Sitz auf den Bahamas bei etwa 32 Milliarden Dollar halten. FTX hat den Krypto-Winter bisher relativ unbeschadet überstanden. Unterdessen hat die Krypto-Börse Kraken bekannt gegeben, dass Mitbegründer Jesse Powell als CEO zurücktritt. Dave Ripley, der derzeitige Chief Operating Officer, wird Powell ersetzen, der Vorsitzender des Börsenvorstands werden wird. Kraken wurde 2011 gegründet und ist neben Coinbase eine der beliebtesten US-Kryptobörsen. [Mehr bei CNBC und The Information]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Arbeiten und Urlaub machen zugleich? Klingt verlockend, dachte sich unsere Autorin. Wir verraten euch, warum ihre Workation aber überhaupt nicht funktioniert hat – und was ihr besser machen könnt. [Mehr bei Gründerszene]

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Einen schönen Donnerstag!

Eure Gründerszene-Redaktion